Wirtschaft

5 Ratschläge für Entrepreneure und die, die es werden wollen

Entrepreneurin, Gründerin, Managerin, Ratschläge für Entrepreneure
Damit auch du jeden Tag ein Lächeln auf den Lippen hast. (Foto: Unsplash.com / Humphrey Muleba)
geschrieben von Carsten Lexa

Wir brauchen mehr Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland. Das erfordert Mut. Zugleich brauchen Entrepreneure und all jene, die es werden wollen, auch Hilfe. Deshalb habe ich die fünf wichtigsten Ratschläge für Entrepreneure aus meiner eigenen Erfahrung zusammengetragen.

Du denkst, du hast das Zeug zur Unternehmerin oder zum Unternehmer? Hast genug Selbstvertrauen, Branchenkenntnis und ein finanzielles Polster? Und darüber hinaus Energie und eine positive Einstellung?

Ausgezeichnet! Dann kann es ja eigentlich schon losgehen. Bevor du aber den Sprung wagst, möchte ich dir fünf Ratschläge für Entrepreneure mitgeben, basierend auf rund 15 Jahren Erfahrung als Selbständiger und Gründer von drei Unternehmen.


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1. Wer schreibt, der bleibt

Es gibt in Deutschland die Grundsätze „Ehrbares Unternehmertum“ und „Ein Mann / Eine Frau ein Wort“. Aber du musst wissen, dass leider nicht immer jeder zu seinem Wort steht. Auch wenn meistens alles gut geht und man sich auf die Geschäftspartner verlassen kann, gibt es doch immer wieder andere Fälle.

Das kann zu ernsthaften Konsequenzen führen. Ich rate dir deshalb: Nutze Zettel und Stift oder auch ein Tablet, und notiere dir, was du mit jemand anderem vereinbart hast. Und lass dir das, was du aufgeschrieben hast, immer gegenzeichnen.

2. Akzeptiere den Status quo nicht

Unternehmer schaffen Neues. Das gilt aber nicht nur für das eigene Produkt oder die Dienstleistung. Dies ist vielmehr eine Lebenseinstellung. Du wirst viele Menschen treffen, deren Grundhaltung ist: „Das war schon immer so, das kann man nicht ändern.“ Akzeptiere diese Einstellung nicht.

Man kann immer etwas ändern – und wenn man sich selbst ändern muss. Suche nach Veränderungen, suche nach neuen Wegen und Lösungen. Der Status quo ist die Gegenwart, lass sie nicht deine Vergangenheit sein.

3. Man kann nicht nicht an sein Unternehmen denken

Meine Erfahrung ist, dann man nur sehr schwer oder gar nicht abschalten kann. Du denkst immer an dein Unternehmen.

Das kann deshalb der Fall sein, weil du plötzlich abends oder am Wochenende Fragen von Kunden auf Instagram oder Pinterest beantwortest oder schon morgens über ein Problem in deinem Unternehmen grübelst, das dich am Vortag schon beschäftigt hat.

Deine Gedanken werden sich immer in irgendeiner Weise mit deinem Unternehmen beschäftigen. Und das ist grundsätzlich nicht schlimm. Aber habe im Kopf, dass andere Menschen auch an andere Dinge denken – deine Familie beispielsweise oder dein Partner.

Und denke auch daran, dass du eine Routine brauchst, um deine Gedanken loszulassen. Sie kommen dann wieder zurück, aber du musst eine gewisse Leichtigkeit im Kopf schaffen.

4. Verantwortung macht einsam

Entrepreneure fühlen sich oftmals einsam. Dabei geht es nicht darum, dass sie alleine in ihrem Büro oder Coworking Space sitzen. Sie sind dann einsam, wenn sie nicht umgeben sind von Menschen, die sie und ihre Situation verstehen: Probleme mit Mitarbeitern, Kunden, die nicht zahlen oder keine Zeit für Urlaub.

Suche dir deshalb Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind oder waren und die dich verstehen. Viele Entrepreneure denken, netzwerken wäre nur dafür da, Kunden zu finden. Es geht aber auch darum, ähnlich denkende Menschen zu finden.

5. Denke nach, bevor du dir Angestellte suchst

Ich erlebe oftmals, dass Unternehmern nicht immer klar ist, warum sie jemanden einstellen. Natürlich gibt es normalerweise eine grobe Vorstellung von der Position, die zu besetzen ist.

Aber was dann genau die Aufgaben sind, wie diese eine Stelle sich mit anderen Stellen verträgt oder welche Aufgaben oder auch Verantwortung nun an diesen neuen Mitarbeiter abgegeben werden, ist nicht immer klar.

Der letzte meiner Ratschläge für Entrepreneure lautet deshalb: Überlege dir genau, wofür eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter gebraucht wird, was seine Aufgaben sind und welche Rolle sie oder er im Unternehmen spielen soll.

Fazit

Natürlich gibt es noch viele weitere Ratschläge für Entrepreneure, die ich geben könnte. Aber diese fünf sind meiner Ansicht nach schon mal ein guter Anfang. Und wenn du Hilfe beim Nachdenken über diese Ratschläge brauchst, dann gebe ich die noch einen Ratschlag als Bonus: Such dir einen Mentor.

Dieser hat im besten Fall schon über all das nachgedacht und erlebt, was auf dich zukommt oder zukommen wird, und kann dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wie du einen guten und zu dir passenden Mentor findest, darüber schreibe ich in einer der nächsten Kolumnen.

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Über den Autor

Carsten Lexa

RA Carsten Lexa berät seit über 10 Jahren deutsche und internationale Unternehmen in allen Angelegenheiten wirtschaftsrechtlicher Art, z.B. bei Gründungen, Strukturierungen oder Vertragsgestaltungen aber auch zu rechtlich-strategischen Fragen. Darüber hinaus war er Weltpräsident der G20 Young Entrepreneurs´ Alliance (G20 YEA), Mitglied der B20 Taskforces und Rechtsbeistand der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Er ist Mitinitiator der Gründerinitiative Gründen@Würzburg und Botschafter der Oskar-Patzelt-Stiftung für die Auszeichnung „Großer Preis des Mittelstands“. Bei BASIC thinking schreibt er über Start-ups und unternehmensrechtlichen Fragen.

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