Nordkorea, Pjöngjang, Fahne

Nordkoreanische Hacker wollten angeblich Covid-19-Impfdaten von Pfizer und Biontech stehlen

Marinela Potor
Nordkoreanische Hacker haben es angeblich auf Impfdaten von Pfizer und Biontech abgesehen. (Foto: Pixabay.com / Tomoyuki Mizuta)

Noch ist nicht klar, ob und was genau gestohlen wurde. Doch angeblich haben nordkoreanische Hacker versucht, sich Zugriff zu den Covid-19-Impfdaten von Pfizer und Biontech zu verschaffen. 

Das hat der südkoreanische Geheimdienst herausgefunden. Noch sind nicht viele Informationen durchgesickert. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, dass Geheimdienst-Mitarbeiter einige Politiker am heutigen Dienstag über den Hacker-Angriff unterrichtet haben.

Dem Agenturbericht zufolge wollten sich die Hacker Zugriff zu Informationen über Coronavirus-Behandlungsmethoden verschaffen.

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Nordkoreanische Hacker wollen angeblich Pfizer-Impfdaten

Einer der gebrieften Politiker, Ha Tae-keung, nannte nach Informationen von Sky News gegenüber Reportern konkret das US-Pharmaunternehmen Pfizer als Angriffsziel. Pfizer hat gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Biontech einen der Coronavirus-Impfstoffe entwickelt, die derzeit im Einsatz sind.

Der südkoreanische Geheimdienst hat dem widersprochen. Doch Ha blieb in einer Pressekonferenz mit Journalisten der Associated Press bei seiner Aussage. Die Dokumente seien so klar formuliert gewesen, dass seiner Meinung nach kein Zweifel daran bestehe, dass Pfizer das Angriffsziel der nordkoreanischen Hacker gewesen sei.

Weder Pfizer noch Biontech haben sich bislang zu den Angriffen geäußert. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass nordkoreanische Hacker Coronavirus-Informationen stehlen wollen.

Offiziell keine Coronavirus-Infektionen in Nordkorea

Bereits im vergangenen Jahr gab es konkrete Vorwürfe von Microsoft, dass nordkoreanische Hacker gemeinsam mit russischen Hackern die Server von mehreren Pharmaunternehmen angegriffen hätten, darunter auch Johnson & Johnson, Novavax sowie Astrazeneca. All diese Unternehmen entwickeln vielversprechende Coronavirus-Impfstoffe.

Microsoft beschuldigte konkret die russische Hackergruppe „Fancy Bear“ und die nordkoreanischen Gruppen „Zinc“ und „Cerium“. Einige der Angriffe seien nicht erfolgreich gewesen, andere aber schon, sagte Microsoft. Die russische Regierung hat den Angriff abgestritten.

Ob die nordkoreanischen Hacker beim aktuellen Angriff tatsächlich Daten stehlen konnten, ist noch unklar.

Nach offizieller Regierungsaussage gibt es in Nordkorea keine Coronavirus-Infektionen. Das Land soll dennoch über das Covax-Hilfsprogramm mit rund zwei Millionen Impfdosen von Astrazeneca versorgt werden.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.