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6 Zoom-Fehler, die du noch immer machst – und wie du sie vermeidest

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Trotz all der Übung begehen wir fast alle regelmäßig Zoom-Fehler. (Foto: Unsplash.com / Gabriel Benois)
geschrieben von Christian Erxleben

Zoom Meetings gehören spätestens seit März 2020 zu unserem privaten und beruflichen Alltag. Trotzdem begehen wir alle noch immer Zoom-Fehler. Deshalb stellen wir dir die sechs beliebtesten Zoom-Patzer vor und erklären dir, wie du sie in Zukunft vermeidest.

Im Februar 2020 hätte vermutlich niemand geglaubt, dass wir uns in den kommenden Monaten und Jahren (?) mit unseren Freunden und Arbeitskollegen fast ausschließlich via Zoom unterhalten. Denn egal, ob es berufliche Fortbildungen, Geburtstage oder Spieleabende sind: Fast alles findet virtuell in Videokonferenzen statt.

Das spiegelt sich auch bei den Anbietern wider. Hatte Zoom.us im Februar 2020 gerade einmal 106 Millionen Aufrufe, waren es im Januar 2021 mehr als 2,3 Milliarden (!) Visits. Das ist mehr als das Zwanzigfache.


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6 beliebte Zoom-Fehler – und 6 Tipps, wie du sie in Zukunft vermeidest

Doch obwohl wir alle täglich oder zumindest regelmäßig unsere Zeit in Zoom Calls verbringen, heißt das nicht, dass wir die Anwendung perfekt beherrschen. Das Gegenteil ist sogar eher der Fall. Das gilt insbesondere für die professionelle Nutzung im Business-Umfeld.

Zu diesem Schluss kommt Briar Goldberg, die als Director of Speaker Coaching bei TED seit Jahren mit Sprecherinnen und Sprechern die (Körper-)Sprache bei Vorträgen trainiert.

Ihr sind während Zoom Meetings in den vergangenen Monaten einige Fehler aufgefallen, die selbst erfahrenen Sprechern unterlaufen. Falls du dich also wiederkennst, mach dir keine Gedanken, sondern setze die Tipps um.

1. Du hältst nicht genug Blickkontakt mit deinen Zuhörern

Jeder Sprecher und Seminarleiter weiß, wie wichtig es ist, seinen Teilnehmern regelmäßig in die Augen zu schauen. Das erhöht die Glaubwürdigkeit des Sprechenden und sorgt zugleich dafür, dass die Zuhörer sich schwerer ablenken lassen.

Doch wie gelingt es dir, bei einem Zoom Meeting, deinen Zuschauern in die Augen zu sehen? Die Lösung: Du musst in deine Kamera und nicht auf deinen Bildschirm schauen. Goldberg empfiehlt eine 90-10-Aufteilung zwischen Kamera und Bildschirm.

Die zehn Prozent der Zeit, die du auf den Bildschirm blickst, kannst du dazu nutzen, um die Stimmung deiner Zuhörer zu analysieren. An ihren Gesichtsausdrücken erkennst du, ob alle Teilnehmer alles verstehen oder ob Langeweile vorherrscht.

2. Du übst deine Präsentationen nicht

Viele Vortragende glauben, dass ein Zoom-Vortrag keiner großen Vorbereitung bedarf. Schließlich können die Teilnehmer im Zweifelsfall nicht einmal optisch deine Notizen am Schreibtisch feststellen.

Allerdings bemerken die Zuschauer durchaus, ob ein Sprecher alles abliest. Das führt nämlich auch dazu, dass er seltener Augenkontakt zur Community aufnehmen kann.

Um diesen Zoom-Fehler zu beheben, musst du nicht viel machen. Stell dir einfach vor, dass du einen Vortrag auf einer Bühne vor 100 Menschen hältst und bereite dich dann auf dein Zoom Meeting mit der gleichen Ausdauer und Einstellung vor.

3. Du überlädst deine Präsentationsfolien

Der dritte der fatalen und häufigen Zoom-Fehler ist uns auch aus Präsenz-Veranstaltungen bekannt: Auf den Folien stehen so viele Informationen, dass wir überhaupt nicht hinterher kommen.

Im virtuellen Kontext sind gut konzipierte Folien allerdings noch wichtiger. Schließlich überlagert die Präsentation in den allermeisten Fällen dein Gesicht. Das heißt: Die Nutzer sehen minuten- oder stundenlang nur Informationen.

Um ein Abschweifen zu vermeiden, solltest du deine Folien so übersichtlich und kurz wie möglich gestalten. Während Zoom Calls müssen sich Teilnehmer zwischen Lesen und Zuhören entscheiden. Deshalb solltest du deine Inhalte lieber auf mehrere Slides verteilen und dir stattdessen die Aufmerksamkeit sichern.

Ebenso vorteilhaft ist es, wenn du lange Präsentationen vermeidest. Teile deine Folien auf und gebe dir mehr „Screentime“, denn das erhöht die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer – wie bereits erwähnt – signifikant.

4. Du verwendest einen interessanten Zoom-Hintergrund

Die ersten drei Zoom-Fehler haben bereits offenbart, dass es primär darum geht, die Aufmerksamkeit der Community nicht zu verlieren. Deshalb ist jede Form der Ablenkung gefährlich. Einer der größten Zoom-Fehler überhaupt sind deshalb lustige oder interessante Zoom-Hintergründe.

Besonders spannend sind selbstverständlich Bücherregale oder private Räume. Doch auch der Palmenstrand oder die Golden Gate Bridge in San Francisco bieten genug Gelegenheiten, um mental abzudriften.

Wenn du einen erfolgreichen Zoom-Vortrag halten möchtest, solltest du dich also vor einen neutralen Hintergrund – zum Beispiel eine weiße Wand – setzen.

Verzichte auf Zoom-Hintergründe, denn allein der Fakt, dass die Overlay-Funktion manchmal Körperteile verschwinden lässt, sorgt für viel Unruhe und Ablenkung im Publikum. Und genau die wollen wir ja vermeiden.

5. Du sitzt im Dunkeln oder im Hellen

Hast du manchmal Probleme, deine Kollegen in der Zoom-Konferenz vom Hintergrund zu unterscheiden? Dann bist du nicht alleine. Das richtige Licht stellt bei den meisten Zoom-Präsentationen eines der größten Probleme dar.

Dabei gibt es eigentlich eine simple und hilfreiche Regel: Sorge dafür, dass sich deine primäre Lichtquelle direkt hinter deiner Kamera befindet. So scheint das (Tages-)Licht dir direkt ins Gesicht und versetzt dich sprichwörtlich ins richtige Licht.

6. Du lässt zu, dass alle Teilnehmer ihre Kamera ausschalten

Warst du in einem Zoom Meeting schon einmal der einzige Teilnehmer, der seine Kamera aktiviert hatte? Dann weißt du, wie unangenehm dieses Gefühl ist. Du fühlst dich einerseits beobachtet und weißt andererseits nicht, wer dir zuschaut oder ob überhaupt jemand vor dem anderen Computer sitzt.

Deswegen ist der letzte Zoom-Fehler, den Vortragende begehen können, ihren Zuschauern das Ausschalten der Kamera dauerhaft zu erlauben.

Aus den aufgeführten Gründen ist es als Sprecherin und Sprecher in einem Zoom Call absolut in Ordnung, deine Teilnehmer dazu aufzufordern, ihre Kamera zu aktivieren. Das gilt insbesondere für Schulungen und Konferenzen. Das hat viel mit Höflichkeit zu tun.

Selbstverständlich ist es bequem, sich hinter seinem Bild oder einem Buchstabenkürzel zu verstecken. Denke als Teilnehmer jedoch einfach an eine „normale“ Schulung in einem Raum: Dort würdest du dich auch nicht hinter einer undurchsichtigen Wand verstecken.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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