Luca-App, Corona-App. Kontaktverfolgung Corona

Corona-Verfolgung: Wie die Luca-App von Smudo alles verändern könnte

Fabian Peters
Armin Laschet unterstützt die Luca-App. (Foto: Screenshot / YouTube)

Noch eine Corona-App? In Kooperation mit dem Berliner Start-up Nexenio hat Rapper Smudo von den Fantastischen Vier eine neue Corona-App präsentiert. Im Gegensatz zur Corona-Warn-App der Bundesregierung verfolgt die Luca-App einen etwas anderen Ansatz.

Die Rufe nach einer langfristigen Öffnungsstrategie werden lauter. Bereits Ende 2020 hat Rapper Smudo aus diesem Grund die Corona-App Luca präsentiert. Nun rückt sie erneut in den Fokus.

Gemeinsam mit dem Berliner Start-up Nexenio haben die Fantastischen Vier die Corona-App Luca entwickelt. Ziel ist es, der Gastronomie und Veranstaltungsbranche auch in Pandemie-Zeiten eine Perspektive zu verschaffen.

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Luca-App: Kontakttagebuch für die Gastronomie und Events

Luca ermöglicht die digitale Dokumentation von Besucherlisten sowie die Kontaktverfolgung von Infektionsketten. Ohne die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zu verlieren, könnten Veranstaltungen und ein kontrollierter Gastronomiebetrieb so schon bald wieder möglich sein.

Die App ist sowohl für iOS- und Android-Geräte verfügbar. Nach dem Download erhält jeder Nutzer einen persönlichen QR-Code. Gastgeber und Veranstalter können diesen in einem Check-In-Verfahren einscannen und somit unkompliziert ihrer Dokumentationspflicht nachkommen.

Die Aufzeichnung von Kontaktdaten mittels Zettel und Papier soll indes der Vergangenheit angehören.

Neue Corona-App entlastet Gesundheitsämter

Auch die Gesundheitsämter können mithilfe der Luca-App unterstützt und entlastet werden. Denn die neue Corona-App bietet die Möglichkeit der Interaktion mit dem Epidemie-Management-System Sormas, auf das die Gesundheitsämter setzen.

Wer sich infiziert, kann seine Daten mittels Luca verschlüsselt an die Gesundheitsämter weiterleiten. Gleichzeitig informiert die App den Veranstalter sowie potenzielle Kontaktpersonen.

Das Ausfüllen und Auswerten von Zettelwirtschaften wird insofern obsolet. Die manuelle Dokumentation und eine individuelle Kontaktaufnahme mit Betroffenen erfolgt dabei ausschließlich digital. Und das bei vollem Datenschutz.

Mithilfe von Luca können potenzielle Infektionsketten zudem wesentlich schneller verfolgt werden. Das wiederum schränkt die Ausbreitung des Virus ein. Laut den Entwicklern würde dabei allein der Zeitgewinn durch die digitale Kontaktverfolgung das Infektionsgeschehen um die Hälfte reduzieren.

Sowohl für Nutzer, Veranstalter als auch Gastgeber ist Luca kostenlos. Zudem kann die App grundsätzlich auch bei privaten Treffen zum Einsatz kommen und dabei als digitales Tagebuch fungieren.

Corona-App Luca: Eine Alternative zum Lockdown?

Die Corona-App Luca hat bereits einige Testphasen durchlaufen. Um die Anwendung salonfähig zu machen, befinden sich die Entwickler in anhaltenden Gesprächen mit der Bundesregierung.

Luca-Repräsentant Smudo sieht in der Entwicklung einen entscheidenden Schritt zur Pandemie-Bewältigung. Bezüglich der Funktionen von Luca äußerte er sich während einer Präsentation folgendermaßen:

Man kann dann chirurgisch und einzeln diese Leute ansprechen, in Quarantäne oder zur Testung schicken und müsste nicht mit der Lockdown-Keule durchs ganze Land.

Und die Initiative findet erste Anhänger. So spricht sich beispielsweise Armin Laschet für die technischen Möglichkeiten aus. Der CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen sieht großes Potenzial in der Luca-App, an deren Entwicklung auch das Hasso-Plattner-Institut und die Bundesdruckerei beteiligt sind.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).