Köttbullar, schwedische Fleischbällchen

Nach 300 Jahren: Ikea präsentiert Köttbullar, die wirklich aus Schweden kommen

Christian Erxleben
Mit der Kreativagentur Ogilvy hat Ikea die ersten Fleischbällchen entwickelt, die wirklich aus Schweden kommen. (Foto: Ogilvy Memac)

Köttbullar und Schweden – das gehört für die meisten von uns einfach zusammen. Doch im April 2018 verkündete die schwedische Regierung, dass die Fleischbällchen ursprünglich aus der Türkei kommen. Drei Jahre später präsentiert Ikea die ersten Fleischbällchen, die zu 100 Prozent aus Schweden kommen.

Was gehört für viele Deutsche zum Besuch bei Ikea? Natürlich ein Abstecher ins Restaurant und eine Portion Köttbullar. Schließlich stehen die kleinen Fleischbällchen wie kein zweites Gericht für unseren nordischen Nachbarn.

Schwedische Regierung verkündet: Köttbullar stammen überhaupt nicht aus Schweden

Am 28. April 2018 schockierte die schwedische Regierung nicht nur ihre eigenen Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die zahlreichen Ikea-Pilger rund um den Globus mit einem Tweet.

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Demnach stammen die schwedischen Fleischbällchen überhaupt nicht aus Schweden. Vielmehr hat sie der schwedische König Karl der Zwölfte von einer Reise in die Türkei Anfang des 18. Jahrhunderts mit nach Hause gebracht.

https://twitter.com/swedense/status/990223361648275456

Ikea präsentiert erste schwedische Fleischbällchen, die wirklich aus Schweden stammen

Die schwedische Nationalspeise stammt also überhaupt nicht aus Schweden? Diese Nachricht konnte Ikea nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb hat das schwedische Möbelhaus sich daran gemacht, mit dem schwedischen Chefkoch Alexander Magnusson die ersten Fleischbällchen zu entwickeln, die zu 100 Prozent aus Schweden stammen.

Noch dazu verzichtet Ikea bei den „neuen“ Köttbullar auf Fleisch und setzt auf eine Grundlage aus pflanzlichen Inhaltsstoffen. Diese präsentierte Ikea dann auch der schwedischen Regierung als Antwort auf den fast drei Jahre alten Tweet.

Schwedische Regierung reagiert prompt

Es verging kein Tag bis die schwedische Regierung auf die Antwort von Ikea mit einem „Excellent“ reagierte. Somit gibt es nach 300 Jahren endlich auch eine schwedische Nationalspeise, die zu 100 Prozent aus Schweden kommt.

Hinter der Kampagne steckt übrigens die Kreativ-Agentur Ogilvy Memac, die für Ikea schon mehrere, außergewöhnliche Kampagnen entwickelt hat.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.