Technologie Wirtschaft

Microsoft kauft KI-Spezialist Nuance für 20 Milliarden US-Dollar

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Microsoft will sich im Gesundheitswesen breiter aufstellen. (Foto: Pixabay.com / efes)
geschrieben von Maria Gramsch

Microsoft will tiefer ins Gesundheitswesen einsteigen und übernimmt dafür den Sprachtechnologie-Spezialisten Nuance. Rund 20 Milliarden US-Dollar muss der Konzern für das KI-Unternehmen hinblättern. Wie sieht die tieferliegende Strategie aus?

Bereits am Sonntag berichteten Bloomberg und Reuters über die Verhandlungen, nun macht es auch Microsoft offiziell. Der Konzern hat in einem Blog-Beitrag offiziell bekanntgegeben, Nuance übernommen zu haben.

Der Spezialist für Künstliche Intelligenz (KI) und Sprachtechnologie soll für satte 16 Milliarden US-Dollar den Besitzer wechseln. Microsoft legt 56 US-Dollar je Aktie auf den Tisch und liegt damit knapp 23 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag.


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Inklusive aller Schulden muss Microsoft fast 20 Milliarden US-Dollar berappen. Nur der LinkedIn-Zukauf im Jahr 2016 war mit rund 26 Milliarden US-Dollar teurer.

Nuance ist vor allem für seine Spracherkennungssoftware bekannt – am geläufigsten dürfte den meisten Nutzer:innen die Technologie durch Apples Sprachassistentin Siri sein.

Microsoft konzentriert sich auf das Gesundheitswesen

In den vergangenen Jahren hat sich Nuance vermehrt auf die Digitalisierung des Gesundheitswesens konzentriert. Microsoft war hier auch schon als strategischer Partner an Bord.

Die beiden Firmen arbeiten zusammen an einer Lösung, mit der Ärzt:innen Gespräche mit Patient:innen automatisch dokumentieren können. Via App wird die Unterhaltung in die Cloud übertragen und später mithilfe der Spracherkennung analysiert.

Im Geschäftsjahr 2020 hat der Bereich Healthcare mit 915 Millionen US-Dollar rund 60 Prozent des gesamten Umsatzes von 1,5 Milliarden US-Dollar ausgemacht.

Nach Nuance-Übernahme: Ein 500-Milliarden-Markt

Bereits im Mai 2020 hat Microsoft das Projekt Cloud for Healthcare ins Leben gerufen.

Dafür hat der Tech-Gigant seine Cloud-basierten Software-Lösungen wie Azure, Office und Teams zusammengefasst und sie an die Bedürfnisse des Gesundheitswesens angepasst.

Nuance soll nun beim Ausbau dieses Geschäftsbereichs helfen. Laut Microsoft nutzen 55 Prozent der Ärzt:innen und 75 Prozent der Radiolog:innen in den USA bereits Lösungen des KI-Spezialisten. In 77 Prozent aller US-Krankenhäuser finden die Nuance-Lösungen bereits Anwendung.

Microsoft beziffert das potenzielle Marktvolumen auf 500 Milliarden US-Dollar. Die Zusammenarbeit dürfte sich für die Windows-Mutter also durchaus als lukratives Investment entpuppen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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