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Facebook holt zum Schlag gegen Apple aus – und hat Ärger mit der EU

Maria Gramsch
Facebook bleibt für Creator bis 2023 kostenlos. (Foto: Unsplash.com / Brett Jordan)

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg nimmt Apple und Co. ins Visier und kündigt an, dass die neuen Creator-Tools bis 2023 kostenlos bleiben. Gleichzeitig handelt sich der Konzern aber mal wieder Ärger ein – dieses mal mit der EU-Kartellbehörde.

Mark Zuckerberg beweist Timing

Weniger als zwei Stunden vor der großen Entwicklerkonferenz WWDC von Apple haut Facebook-Chef Mark Zuckerberg seine Ankündigung auf seinem Facebook-Profil raus.

Darin schreibt er, die neuen Creator-Tools wie bezahlte Online-Events, Fan-Abos oder die „kommenden unabhängigen Nachrichtenprodukte“ sollen für die Macher:innen bis 2023 kostenlos bleiben.

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Bei der Ankündigung der Online-Events war bei Facebook noch die Rede davon, der Konzern werde bis „mindestens 2021“ keine Gebühren erheben. Eine Umsatzbeteiligung soll danach dennoch kommen. Jedoch kündigt Zuckerberg an, diese werde geringer ausfallen als die „30 Prozent, die Apple und andere nehmen.“

Facebook für Creator schlüsselt Gebühren auf

Gleichzeitig will Facebook über eine neue Benutzeroberfläche Steuern und Gebühren einzeln auflisten. Der Roll-out für die neue Schnittstelle ist noch nicht bekannt. Zuckerberg kündigt in seinem Post lediglich an, dass es dazu „bald mehr“ Informationen gibt.

Die veröffentlichten Screenshots zeigen jedoch beispielsweise, wie hoch die prozentualen Abgaben für Veranstalter:innen sind, die sie an Apple und Google aufgrund von App-Store-Gebühren abgeben müssen.

 

Facebook hat Ärger mit der EU-Kartellbehörde

Gleichzeitig muss sich Facebook aber mal wieder vor der EU-Kartellbehörde verantworten. Die Wettbewerbshüter wollen überprüfen, ob Facebook die Daten seiner Werbekunden missbräuchlich benutzt hat.

Im Fokus der Ermittlungen steht der Kleinanzeigendienst Facebook Marketplace. Die EU-Behörde um Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager prüft nun, ob Facebook mit seinem Angebot gegen EU-Recht verstößt.

Der Marketplace bei Facebook funktioniert im Prinzip wie Ebay Kleinanzeigen. Hier können Nutzer:innen privat Dinge kaufen und verkaufen. Die EU-Kartellbehörde untersucht nun, ob Facebook genau hier seine Marktmacht ausnutzt.

Die Vermutung: Wenn eben solche Konkurrenzunternehmen wie Ebay Kleinanzeigen Werbung auf Facebook schalten, könnte das soziale Netzwerk die damit erlangten Daten für eigene Zwecke ausnutzen. So könnte sich Facebook mit wirtschaftlich wertvollen Daten einen unlauteren Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Facebook ist sich mal wieder keiner Schuld bewusst

Der Konzern wäscht seine Hände in Unschuld. Aus dem Unternehmen heißt es: „Wir werden weiter voll mit der Untersuchung kooperieren, um zu zeigen, dass sie grundlos ist.“

Wir entwickeln immer neue und bessere Dienste, um die sich entwickelnde Nachfrage der Menschen zu decken, die Facebook nutzen. Marketplace und Dating bieten den Menschen mehr Auswahl und beide Produkte funktionieren in einem sehr kompetitiven Umfeld mit vielen großen Anbietern.

Doch die Unschuldsbekundungen haben EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager offenbar nicht überzeugt. Facebook werde „jeden Monat von fast drei Milliarden Menschen genutzt.“ Gleichzeitig verfüge das Netzwerk „über insgesamt fast sieben Millionen Werbekunden.“ Durch die so entstehende Datenmenge könne Facebook nützliche Informationen aus den Werbeaktivitäten seiner Kund:innen ziehen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.