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Twitter testet neue „Wehe, du erwähnst mich!“ Funktion

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Unsplash / Souvik Banerjee
geschrieben von Marinela Potor

Was ist die eine Funktion, die sich Twitter-User seit jeher wünschen? Die Korrigier-Funktion! Twitter hat mehrmals versichert, dass es das Feature nicht geben wird. Jetzt testet das Social-Media-Portal aber immerhin eine Form der Korrektur: das Löschen der eigenen Erwähnungen auf Twitter. 

Erwähnungen auf Twitter: Von nervig bis belästigend

Sollte diese Funktion tatsächlich kommen, würden sich viele Twitter-Nutzer:innen freuen. Denn es ist sicherlich eins der nervigsten Features auf der Plattform. Sobald jemand dich in einem Tweet über das @-Handle erwähnt, bist du plötzlich Teil eines Gesprächs.

Das an sich ginge sogar noch. Doch weil User auf Twitter oftmals einfach nur über die Reply-Funktion auf einen Tweet antworten, erscheint deine Namenserwähnung auf Twitter in jedem einzelnen Re-Tweet. Entsprechend wirst du bei jedem neuen Tweet benachrichtigt.

Solange das für dich relevant ist, ist auch das noch okay. Doch wir alle kennen nervige, nicht-endend wollende Antwort-Tweets, an denen wir ohne unseren Willen beteiligt sind. Teilweise sind es auch belästigende Threads, in denen über die Antwort-Funktion erwähnte Nutzer:innen schlicht nur attackiert werden.

Twitter testet Unmention-Funktion

Dagegen ließ sich bislang nur wenig tun. Man kann die Person, die den ursprünglichen Tweet erstellt hat, bitten, die Erwähnung auf Twitter manuell zu entfernen. Auch ist es möglich, andere User stummzuschalten. Das funktioniert aber nur solange, bis kein neuer User einen älteren Tweet (mit deiner Namenserwähnung) re-tweetet.

Wenn man einem Tweet von Dominic Camozzi, Privatsphären-Designer bei Twitter, glauben darf, dann testet Twitter momentan aber eine Lösung, eine Funktion namens „Unmention“ (etwa: „Unerwähnung“).

Das Unmention wäre strenggenommen natürlich keine Korrigier-Funkion. Doch man könnte immerhin einen Aspekt in einem Tweet korrigieren, und die eigene Erwähnung auf Twitter entfernen, so wie man es auch über das „Untagging“ auf Instagram oder Facebook tun kann.

Gegenüber Mashable bestätigte Twitter, dass eine derartige Unmention-Funktion derzeit in der Ideen-Phase sei. Dabei sollen Nutzer:innen sogar mehrere Optionen haben, wie Camozzi zeigt.

Wenn andere User, denen du nicht folgst, dich in einem Tweet erwähnen, sollst du darüber nicht nur informiert werden. Mit einem „unmention“ entziehst du der Person generell die Erlaubnis dich künftig zu erwähnen.

Offenbar denkt Twitter auch darüber nach, Nutzer:innen die Möglichkeit zu geben, Erwähnungen für einen bestimmten Zeitraum (einen Tag, drei Tage oder sieben Tage) abzustellen.

Damit hätte man tatsächlich etwas Ruhe vor den Erwähnungen auf Twitter.

Kommt die Funktion wirklich?

Doch bislang sammelt Twitter noch Feedback zu dem Feature. Ob, und in welcher Form das „Unmention“ kommt, ist noch unklar.

An den ersten Reaktionen auf Twitter lässt sich aber schon erkennen, dass sich viele Nutzer:innen darüber sehr freuen würden.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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