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Allianz gegen Cyberangriffe: USA und EU verbünden sich gegen China

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Pixabay.com / geralt
geschrieben von Maria Gramsch

Die USA und die EU wollen den diplomatischen Druck auf die chinesische Regierung erhöhen. Deshalb haben sie eine internationale Allianz gegen Cyberangriffe aus China geschmiedet. An Bord sind auch Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien.

Cyberattacken haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Dabei rücken immer wieder Staaten wie Russland oder China in den Fokus. Im Kern geht es um zwei Gebiete: Einerseits stehen wirtschaftliche Schäden im Mittelpunkt. Andererseits geht es um die nationale Sicherheit der betroffenen Staaten.

Jüngstes Beispiel ist das Pegasus Project, für das ein internationales Journalistenkonsortium 50.000 Telefonnummern ausgewertet hat. Beteiligt an der Recherche waren unter anderem NDR, WDR, die Süddeutsche Zeitung sowie die Zeit.


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Sie haben gemeinsam mit der Non-Profit-Organisation Forbidden Stories und Amnesty International sowie weiteren internationalen Medien die systematische Ausspähung von Journalist:innen, Politiker:innen und Oppositionellen aufgedeckt.

Internationale Allianz gegen Cyberangriffe

Deshalb gibt es seit dem 19. Juli 2021 nun eine Allianz zwischen den USA und der EU gegen Cyberattacken aus China. Beteiligt sind außerdem die Nato, Japan sowie Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland.

Bei den Cyberangriffen handele es sich um „eine große Bedrohung für die wirtschaftliche und nationale Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten“, teilt ein hochrangiger US-Regierungsbeamter am Sonntagabend mit.

Dies sei der Grund, warum sich die Verbündeten „gegen Chinas böswillige Cyberaktivitäten“ zusammenschließen.

Was kann eine solche Vereinigung bewirken?

Ziel der Allianz sei es, „den Informationsaustausch zu Cyberbedrohungen und zur Netzwerkabwehr zu verbessern und zu erhöhen“, teilt der Beamte mit.

Die USA und unsere Verbündeten und Partner schließen weitere Maßnahmen nicht aus, um die Volksrepublik China zur Rechenschaft zu ziehen.

Konkrete Strafen wurden hingegen noch nicht bekanntgegeben.

Washington beschuldigt China

Hackerattacken kosteten die USA „Milliarden von Dollar an verlorenem geistigem Eigentum, sensiblen Informationen, Lösegeldzahlungen und Schutzmaßnahmen“, teilte das Weiße Haus am Montag mit.

Nun hat die US-Regierung erstmals offiziell China für den Angriff auf Microsoft im März 2021 verantwortlich gemacht. Der Hack sei „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ vom chinesischen Ministerium für Staatssicherheit gesteuert worden.

Der europäische Rat geht hier hingegen nicht so weit. Die Attacke sei zwar von chinesischem Territorium aus geführt worden, jedoch ist hier nicht die Rede von einem Bezug zum Ministerium für Staatssicherheit.

Die USA wollen nun vier mutmaßliche Hacker aus dem Ministerium für Staatssicherheit anklagen, wie das US-Justizministerium mitteilte. Auf der Liste der Vorwürfe: Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sowie von Forschungserkenntnisse zum Ebola-Impfstoff.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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