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Größtes Interesse: Was steht eigentlich in den AGB von WhatsApp?

AGB, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Terms of Service
Unsplash.com / Markus Winkler
geschrieben von Christian Erxleben

Bevor wir ein neues soziales Netzwerk, einen neuen Messenger oder eine neue Dienstleistung nutzen können, müssen wir in der Regel AGB lesen und bestätigen. Doch für welche Nutzungsbedingungen interessieren sich User am meisten? Eine neue Studie hat genau das untersucht.

Das Kleingedruckte: Was sind eigentlich AGB?

Wir alle kennen das. Wir melden uns für einen neuen Dienst an, wollen eigentlich am liebsten sofort loslegen und müssen dann noch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bestätigen. Davor sollten wir eigentlich die AGB lesen. Doch kaum einer macht das.

Die AGB sind vereinfacht ausgedrückt all jene Bedingungen, die für Verträge zwischen einem Käufer und einem Verkäufer standardmäßig gelten. Konkret geht es per Definition um die Gestaltung von Vertragsbeziehungen in bestimmten Sektoren.


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Das betrifft dann beispielsweise die Regeln für einen Rücktritt vom Vertrag, für die Lieferung eines Produkts oder auch Haftungs- und Gewährleistungsfristen der Vertragsparteien. Und nicht zuletzt nehmen die Datenschutz-Bestimmungen eine zentrale Rolle ein.

AGB lesen: Für welche Nutzungsbedingungen interessieren wir uns?

Doch für welche Nutzungsbedingungen interessieren sich die Menschen rund um den Globus am meisten? Mit dieser Frage hat sich die britische Online-Marketing-Agentur Reboot Online ausführlich beschäftigt.

Dafür hat sie mit Hilfe des SEO-Tools Ahrefs die weltweiten Suchanfragen zu AGB untersucht. Was dabei wichtig ist: Nur weil jemand nach derartigen Informationen sucht, bedeutet das natürlich nicht, dass er die Regeln vor der Zustimmung auch durchgelesen hat.

Allerdings ist das Interesse am Inhalt der AGB an sich eine positive Entwicklung.

Was steht in den AGB von WhatsApp?

Diese Frage interessiert rund um den Globus jeden Monat immerhin 29.640 Menschen. Damit liegen die WhatsApp-AGB mit deutlichem Vorsprung auf dem ersten Platz. Auf den weiteren Plätzen folgen Discord (15.750 monatliche Suchanfragen) und Instagram (13.400 monatliche Suchanfragen).

Fast schon egal sind den Nutzer:innen dagegen, welche Rechte und Pflichten sich Shopify (1.550 Suchanfragen), Paypal (1.550 Suchanfragen) und Amazon (1.500 Suchanfragen) einräumen. Dabei sollte eigentlich bei Finanzdienstleistungen das Interesse besonders hoch sein.

So lange dauert es, die AGB komplett zu lesen

Allerdings zeigt ein weiterer Aspekt der Analyse auch mögliche Gründe für das geringe Interesse an den letztgenannten AGB.

Schließlich landen Paypal (92 Minuten), Shopify (89,1 Minuten) und Amazon (82,7 Minuten) auf den vordersten Plätzen, wenn es um die Lesedauer geht, die User veranschlagen müssen, wenn sie die kompletten AGB lesen wollen.

Doch auch Instagram, das mit etwas mehr als einer Stunde auf dem letzten (und somit besten) Platz der Untersuchung landet, kostet den interessierten Leser einiges an Zeit und Mühe.

Fazit

Wer sich vor der Nutzung eines Dienstes tatsächlich die Zeit nimmt und die AGB eines Unternehmens liest, erfährt oftmals viele interessante Details. Allerdings stellt sich die Frage nach dem Verhältnis.

Das liegt einerseits daran, dass die Inhalte in der Regel für Laien nur schwer verständlich sind. Andererseits wollen wir in den meisten Fällen den Service in Anspruch nehmen – unabhängig vom Inhalt der AGB.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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