Technologie

Google und YouTube verschärfen Regeln für Kinder- und Jugendschutz

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YouTube
geschrieben von Maria Gramsch

YouTube ist bei den Jüngsten besonders beliebt. Ein Grund mehr, sie auf der Plattform ausreichend zu schützen. Dafür passen YouTube und Google nun diverse Funktionen für den Kinder- und Jugendschutz an.

85 Prozent der 14-Jährigen nutzen YouTube

Jugendliche dürfen ein eigenes Google-Konto für die Nutzung von YouTube zwar erst mit 16 Jahren eröffnen, dennoch ist die Plattform auch bei jüngeren Kindern sehr gefragt. Dazu trägt auch Google mit Angeboten wie der App YouTube Kids oder den Familien-Einstellungen Family Link bei.

Es ist also nicht verwunderlich, dass auch die Zahl der besonders jungen Nutzer:innen bei YouTube hoch ist. 2019 gaben 75 Prozent der zwölf bis 13-Jährigen in einer Umfrage an, die Plattform zu nutzen. Bei den 14- bis 15-Jährigen waren es sogar schon 85 Prozent.


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Wird die Nutzung für die Jüngsten jedoch nicht von den Eltern eingeschränkt, können die Kinder schnell bei verstörenden Inhalten landen. Doch das will Google nun ändern und die Regeln für Kinder- und Jugendschutz anpassen. Auch die Google-Suche erhält einige Änderungen.

Die neuen Regeln für mehr Kinder- und Jugendschutz bei YouTube

YouTube setzt für mehr Kinder- und Jugendschutz vor allem beim Bewusstsein der Kinder an. Videos, die von Nutzer:innen zwischen 13 und 17 Jahren hochgeladen werden, setzt die Plattform künftig automatisch erst einmal auf privat.

Damit will YouTube bei den jungen Nutzer:innen ein Bewusstsein für deren Entscheidungen im Netz schaffen, heißt es im entsprechenden Blog-Beitrag.

Wir wollen jungen Nutzern helfen, fundierte Entscheidungen hinsichtlich ihres digitalen Fußabdrucks und ihrer Privatsphäre im Internet zu treffen, und sie ermutigen, sich bewusst dafür zu entscheiden, ob sie ihre Inhalte veröffentlichen möchten.

Auch das digitale Wohlbefinden (Digital Wellbeing) steht bei den Neuerungen im Fokus. Für junge Nutzer:innen stellt YouTube künftig die Erinnerungsfunktion für Pausen und die Erinnerung an Schlafenszeiten standardmäßig ein. Die Autoplay-Funktion wird künftig standardmäßig deaktiviert sein.

Bezahlte Produktplatzierungen gibt es bei YouTube Kids zwar ohnehin nicht. Die Plattform soll nun aber noch werbefreier werden. Dafür will YouTube „übermäßig kommerzielle Inhalte“ entfernen. Das heißt im Klartext: Videos, in denen Kinder zum Geldausgeben angeregt werden oder besonders Produktverpackungen im Fokus stehen.

Wie sieht der neue Kinder- und Jugendschutz bei Google aus?

Die Maßnahmen beschränken sich jedoch nicht nur auf YouTube, sondern auch bei Google sollen einige Änderungen in Kraft treten, gibt der Suchmaschinenriese in einem Blog-Beitrag bekannt.

Eine der wohl wichtigsten Anpassungen betrifft die Google-Bildersuche. Künftig wird es Kindern unter 18 Jahren oder deren Erziehungsberechtigten möglich sein, Bilder aus den Google-Suchergebnissen löschen zu lassen.

Durch das Entfernen eines Bildes aus der Bildersuche wird es zwar nicht vollständig aus dem Internet entfernt, aber wir glauben, dass diese Änderung jungen Menschen dennoch mehr Kontrolle über ihre Bilder online geben wird.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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