Wirtschaft

So ziehst du ein Projekt erfolgreich bis zum Ende durch

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Foto: Unsplash.com / Lance Grandhal
geschrieben von Marinela Potor

Wir alle haben Dinge, die wir mal angefangen, aber nie beendet haben. Wir erklären, woran das liegt und geben Tipps, wie du ein Projekt erfolgreich durchziehen kannst.

Ob es der Tennisschläger ist, der ungenutzt im Schrank liegt, der Farbkasten für die Wand, die man streichen wollte oder das Mikrofon für den Podcast, den man mal begonnen, aber nie wirklich durchgezogen hat: Wir alle haben Projekte, die wir mal angefangen, aber nicht beendet haben.

Sie alle haben eines gemeinsam. Der Anfang war nicht schwer, das Beenden dafür aber umso mehr. Woran liegt das? Und was kannst du tun, um ein angefangenes Projekt wirklich erfolgreich zu Ende zu bringen?


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Ein Projekt abbrechen ist keine Schande

Zunächst ist es wichtig festzuhalten, dass es selbstverständlich im Einzelfall viele Gründe dafür geben kann, warum ein angefangener Plan offen bleibt.

Selten ist es wirklich Faulheit, die dahinter steckt, auch wenn das natürlich manchmal vorkommen kann. Auch ist es möglich, dass man mitten im Weg feststellt, dass das Vorhaben viel zu teuer oder zu aufwendig ist und man es lieber hier und jetzt beendet.

Doch für die meisten von uns stellt sich eher ein anderes Problem beim Durchziehen von Projekten: Wir scheitern in der Mitte.

Das passiert sehr viel häufiger, als du vermuten magst und ist auch keine Schande. Es geht deshalb auch nicht darum, sich selbst fertig zu machen, wenn man mal etwas nicht beendet hat, sondern vielmehr darum, zu erkennen, woran es liegt und dann künftig entsprechend anders an die Sache heranzugehen.

Es ist nicht der Anfang, der schwer ist

„Aller Anfang ist schwer!“ Dieses Sprichwort spiegelt tatsächlich nicht die Realität wider. Für die meisten Menschen ist nämlich nicht der Start eines Projekts problematisch, sondern vielmehr der Mittelteil.

So sagt beispielsweise der Erfolgsautor und Motivationsexperte Jon Acuff:

Vor vier Jahren habe ich dieses Buch namens „Start“ geschrieben und Leute kamen über die Jahre auf mich zu und sagten: „Ich mag dein Buch, aber ich hatte nie ein Problem mit dem Starten. Anfangen ist das Einfachste der Welt. Ich beende nie etwas. Wie beende ich etwas?“

Das ergibt sehr viel Sinn, wenn wir auf unsere eigenen Projekte schauen. Wenn du beispielsweise das Rauchen aufgeben willst, ist es selten der erste Tag, der wirklich hart ist. Vielmehr ist das Durchhalten auf dem Weg zum rauchfreien Leben die wirkliche Herausforderung.

Genauso sieht es im Job aus. Eine neue Idee anzugehen, eine neue Kooperation anzufangen oder einen neuen Kunden zu gewinnen, ist (nicht immer) der schwerste Part. Doch die Idee langfristig zum Erfolg zu bringen, die Kooperation aufrechtzuerhalten oder aus einem Neukunden einen Stammkunden zu machen: Das sind die wahren Schwierigkeiten.

Genau diese Mittel-Hürde gilt es bei angefangenen Aktivitäten zu überwinden – egal ob im Job oder in der Freizeit. Das fängt damit an, dass man sich realistischere Ziele setzen sollte.

Viel zu große Ziele

An sich ist es ja nicht verkehrt, ehrgeizig zu sein oder sich ein großes Ziel zu setzen. Doch oftmals setzen wir uns sehr unrealistische Ziele und das ist das Problem.

In sechs Monaten deine Produkte auf sämtlichen Social-Media-Kaufportalen anzubieten ist sicher ein ambitioniertes Projekt. Doch ist es auch realistisch? Setze dir daher als Ziel vielleicht eher einen oder zwei Shops und baue dann darauf auf.

Darüber hinaus passiert es häufig, dass man bei kleineren Zielen oft mehr erreicht als man ursprünglich gedacht hat. Das ist ein weiterer Motivationsschub zum Weitermachen.

Zum Beispiel: Wenn du dir vornimmst, in vier Monaten vier Kilogramm abzunehmen, du aber nur drei schaffst, bist du enttäuscht und gibst auf. Nimmst du dir aber vor, zwei Kilo in vier Monaten abzunehmen und schaffst drei ist das ein großer Ansporn, obwohl es am Ende das gleiche Ergebnis ist.

Vergesse nicht, Zwischenschritte zu setzen

Das heißt aber nicht, dass du dir keine großen Ziele mehr setzen kannst. Doch überlege dir dafür einen plausiblen Zeitrahmen und definiere genaue Zwischenschritte.

Zwischenschritte erreichst du schneller und sie vermitteln ein Erfolgserlebnis und motivieren dich dazu, nicht mittendrin aufzugeben.

Entwickle einen Plan für dein Projekt

Wir sind oft sehr gut darin, uns Ziele zu setzen. Doch oftmals vergessen wir, uns einen Wegplan zum Ziel zu machen.

Setze dich wirklich hin und skizziere den genauen Weg zu deinem Ziel. Wie viel Zeit wird das Projekt in Anspruch nehmen? Was für ein Budget solltest du ansetzen? Welche Ressourcen benötigst du und wie bekommst du diese?

Es sind nämlich genau diese Details, die dir auf halber Strecke begegnen. Und je besser du darauf vorbereitet bist, desto einfacher ist es, das Projekt auch durchzuziehen und sich nicht auf halbem Weg davon abschrecken zu lassen.

Es kann auch hilfreich sein, immer wieder zu prüfen, wie dein Fortschritt läuft und gegebenenfalls Ziele oder Zwischenschritte anzupassen.

Gehe den Weg, der am meisten Spaß macht

Wenn du einen neuen Marketingkanal für dein Unternehmen suchst und du Instagram liebst, dann fange hier an und starte nicht einen Blog, auf den du keine Lust hast.

Denn genau solche Projekte werden gestartet und nicht beendet. Überlege dir auch für das Umsetzen deiner Pläne, wie du mit dem größten Spaß zum Ziel kommst und gehe genau diesen Weg. Mit Freude ist das Erreichen eines Zieles sehr viel wahrscheinlicher.

Erlaube es dir selbst, ein Projekt abzubrechen

Zu guter Letzt solltest du nie so verbissen sein, dass du nicht die Notbremse ziehen kannst. Es gibt immer wieder Projekte, die sich erst bei der Ausführung als unrealistisch herausstellen oder auch einfach nicht funktionieren.

Das ist okay und manchmal ist es wirklich besser, etwas abzubrechen als sinnlos weiterzuführen. Denn so kannst du erstens aus deinen Fehlern lernen und zweitens hast du damit auch wieder mehr Zeit, um dich um neue Projekte zu kümmern.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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