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Weiter als Tesla! Lucid Motors entwickelt Elektroauto mit größter Reichweite der Welt

Lucid Air Dream Edition Model R, Lucid Motors, Elektroauto
Lucid Motors
geschrieben von Marinela Potor

836 Kilometer! Damit kommt der neue Lucid Air so weit wie kein anderes Eleketroauto. Damit hängt Hersteller Lucid Motors sogar Tesla ab. Vorerst.

Von Hamburg bis München mit einer Ladung? Was lange utopisch klang, wird mit dem neuen Lucid Air jetzt möglich. Das neue Elektroauto des US-Herstellers Lucid Motors hat jetzt seine Reichweiten-Zertifizierung von der Umweltbehörde EPA erhalten.

Diese stellt dem Modell Lucid Air Dream Edition R nun offiziell eine Reichweite von 520 Meilen (etwa 836 Kilometer) aus. Nicht mal die Autos von Reichweiten-König Tesla fahren so weit mit einer Ladung.


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Lucid Motors zeigt Tesla symbolischen Stinkefinger

Der Tesla Model S, bislang das Elektroauto mit der größten Reichweite, kommt nämlich „lediglich“ auf 637 Kilometer mit einer Ladung. Kein Wunder, dass Peter Rawlinson, CEO und CTO von Lucid, begeistert ist.

Ich bin entzückt, dass die EPA unserer Lucid Air Dream Edition offiziell eine Reichweite von 520 Meilen zugesprochen hat.

Ausschlaggebend für diesen Meilenstein seien die herausragende In-House-Technologie von Lucid, und die Tatsache, dass man nicht einfach einen übergroßen Akku-Pack installiert habe.

Das könnte man böswillig auch als symbolischen Stinkefinger in Richtung Tesla verstehen. Denn tatsächlich haben viele ehemalige Tesla-Ingenieure bei Lucid Motors angeheuert, so auch Rawlinson.

Ihre Vision eines eleganten Fahrzeugs, das Ingenieurskunst und Luxusdesign vereint, war nie das, was Elon Musk mit seinem minimalistischen Design anstrebte. Nun zeigen sie ihrem ehemaligen Chef, wie ein derartiges Auto aussehen kann.

Sie haben mit ihrer 900-Volt-Batterie, der „Wunderbox“, vor allem aber mit der eigentlichen Konstruktion des Autos das meiste an Effizienz herausgeholt, sodass sie eben nicht auf einen überdimensionalen Akku setzen mussten, der wiederum die Reichweite beeinträchtigt hätte.

Lange wird sich Lucid Motors aber nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen können. Teslas neuer Roadster ist schon in der Mache und verspricht eine Reichweite von 1.000 Kilometern.

Wichtiger Meilenstein für Elektroautos in den USA

Gleichzeitig sind die 800 Kilometer Reichweite auch für den Elektroautomarkt in den USA ein wichtiger Meilenstein.

Denn insbesondere an der Westküste der USA sind die Strecken zwischen zwei Städten sehr viel weiter als man es aus Europa kennt. Ein Fahrziel in 600 Kilometer Entfernung ist keine Seltenheit. Und bei einer eher dürftigen Ladeinfrastruktur, überlegt man dann selbst bei einem Fahrzeug mit 500 Kilometer Reichweite pro Ladung zweimal, ob man es sich wirklich zulegen will.

Bei der Lucid Air Dream Edition müsste es diese Reichweitenangst nicht geben. In einem Praxistest zeigte das Unternehmen, dass die Lucid Air Dream Edition R problemlos die rund 700 Kilometer lange Strecke von Los Angeles nach San Francisco und wieder zurückschaffte. Am Ende waren sogar noch 115 Kilometer Reichweite übrig.

Teure Reichweite

Allerdings, und hier hat Tesla wiederum doch ein wenig die Nase vorn, muss man sich die Reichweite bei Lucid auch einiges kosten lassen. Die Dream Edition mit über 800 Kilometer Reichweite startet preislich 169.000 US-Dollar (ohne Steuern und ohne Vergünstigungen).

Die günstigste Fahrzeug-Variante, der Lucid Air Pure, kostet immerhin noch 77.400 US-Dollar, und bietet dann aber auch „nur“ noch etwa 650 Kilometer Reichweite.

Lucid Motors hat aber schon angekündigt, an einer massentauglicheren Version arbeiten zu wollen. Spätestens dann müssen sich andere Elektroautohersteller warm anziehen. Für Autofahrer:innen wiederum ist das eine positive Entwicklung. Denn sie haben durch Tesla-Konkurrenten wie Lucid oder Rivian auch mehr Auswahl.

Mittlerweile können die Modelle von Lucid Motors auch in Europa und in Deutschland vorbestellt werden. Bislang gibt es aber noch kein offizielles Lieferdatum.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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