Pariser Klimaziel kann durch die Reduzierung von Methan erreicht werden

Felix Baumann

In den nächsten Jahrzehnten müssen wir unsere Emissionen nachhaltig reduzieren und Treibhausgase, wo möglich, vermeiden. Denn etwa Kohlenstoffdioxid gelangt tagtäglich in die Atmosphäre und verbleibt dort über mehrere Generationen, die Erde heizt sich mit zunehmender Konzentration also immer weiter auf. Hier werden zurzeit vielerorts Ideen entwickelt, um CO₂ langfristig zu binden oder gar aus der Atmosphäre zu entnehmen.

Dabei gelangt ein weiteres Gas häufig in den Hintergrund: Methan. Die Verbindung, die wir häufig auch mit Kühen in Verbindung bringen, ist zwar nicht so ein großes Problem wie Kohlenstoffdioxid – sie verbleibt nur etwa ein Jahrzehnt in der Atmosphäre – trotzdem heizt diese unseren Planeten stärker auf.

Bisher trug Methan etwa 30 Prozent zur Erderwärmung bei, das sind in etwa 0,5 Grad Celsius, trotzdem kommen auf 200 Teile CO₂ nur 1 Teil Methan. Damit ist der Einfluss des Gases auf unseren Planeten im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid 86 Mal höher.

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Kühe sind süß, verursachen aber auch eine Menge Methan

Jetzt wird deutlich, dass wir durch die Reduzierung und das Sammeln von Methan nicht den Planeten retten können, es ließen sich aber die schlimmsten Auswirkungen der Klimaerwärmung in den nächsten Jahrzehnten vermeiden und die Pariser Klimaziele erreichen. Wir würden uns also etwas mehr Zeit für das Lösen der größten Probleme kaufen.

Reduzieren wir die Methan-Konzentration in der Atmosphäre um etwa 40 Prozent, würde sich der Planet bis 2050 um etwa 0,4 Grad Celsius weniger erwärmen, als wenn wir so weitermachen wie bisher. Stoßen wir hingegen etwa 45 Prozent weniger Methan aus, würde die Erwärmung bis 2050 um 0,28 Grad Celsius geringer ausfallen. Da der Prozess dorthin eine Bärenaufgabe ist, fordern Forscher:innen nun mehr Unterstützung, politische Maßnahmen und neue Technologien könnten uns also doch noch auf den richtigen Weg führen.

Eigene Meinung:

Die Auswirkungen von Methan aufs Klima sind schon längere Zeit erforscht, trotzdem lag unsere Priorität bisher immer auf Kohlenstoffdioxid. Die neuen Erkenntnisse machen deutlich, dass wir mit einer Reduzierung des Methans mehr Zeit kaufen können, Zeit, die wir für die Lösung unserer Probleme dringend benötigen. Daher ist zu hoffen, dass wir uns in den nächsten Jahren dem Thema zuwenden.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.