Technologie

Digitale Berufe: Was macht eigentlich ein TYPO3-Entwickler?

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geschrieben von Fabian Peters

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Shterion Gavalyov und der Beruf des TYPO3-Entwicklers.

Der Start in den Tag als TYPO3-Entwickler

Shterion, du arbeitest als Webentwickler bei dotfly – insbesondere als TYPO3-Entwickler. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.


Ganz einfach, ich beginne immer mit dem Einstieg: Ich habe das Internet erfunden. Das ist ein schöner Eisbrecher. Dann ergänze ich aber schnell: Alles, was du auf dem Smartphone oder dem Bildschirm am Laptop oder PC siehst, wenn du ins Netz gehst, ist von einem Webentwickler gemacht.

Wenn es die Seite von CARE Deutschland e.V. oder GLS Gemeinschaftsbank eG ist, ist es sogar von mir. Ich selbst habe mich als Backend-Entwickler vor allem auf das Content Management System TYPO3 spezialisiert, weil es im professionellen Umfeld sehr flexibel ist und viele gestalterische Möglichkeiten bietet, um passgenaue und markenspezifische Lösungen für unsere Kund:innen zu kreieren.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Beruf aus?


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und bringt – meistens – bei einem geregelten Ablauf die besten Ergebnisse. Ich habe daher für mich ein morgentliches Ritual: Nach dem Aufstehen gibt es erst einmal einen schönen Kaffee, erst dann wird an die Arbeit gedacht.

Und auch hier läuft alles morgens strikt organisiert ab: Wir haben gleich um neun Uhr unsere erste Video-Konferenz mit unseren Projektmanagern, um festzuzurren, was an diesem Tag zu tun ist. Um 17 Uhr kommen wir über Microsoft Teams wieder zusammen – man muss ja wissen, ob man das Geplante auch erreicht hat.

Dazwischen programmiere ich fleißig und kreiere schöne TYPO3-Seiten. Das wird nur von regelmäßigen Unit-Besprechungen und Team-Koordination über JIRA unterbrochen. Man hat also ständig Kontakt zum gesamten Team, was immer wieder neue Impulse, Ideen und auch Abwechslung bringt. Es wird nie langweilig bei uns.


Und womit startest du in den Tag?


Ohne den morgendlichen Kaffee geht bei mir gar nichts.

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Shterion Gavalyov, TYPO3-Entwickler bei dotfly.

Die Aufgaben als TYPO3-Entwickler

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Meine Aufgabenbereiche sind vielfältig und abwechslungsreich. Denn im Zentrum steht bei mir zwar ganz klar das Programmieren der auf TYPO3-basierenden Websites. Aber als Entwickler und Technologie-Spezialist bin ich natürlich auch für die technische Planung sowie Beratung verantwortlich.

Damit stehen ich auch in ständigem, direktem Kontakt mit unseren Kund:innen. Eine weitere meiner Aufgaben ist es, die Sites unserer Auftraggebenden kontinuierlich weiterzuentwickeln und diese auf dem neuesten Stand zu halten. In meinem Job ist Stillstand der Tod.

Zudem wechsle ich auch für einige Projekte vom Backend ins Frontend und kümmere mich um die User Interfaces und Gestaltung der Web-Plattformen unserer Kund:innen. Hierbei kommen mir meine Kenntnisse in den Bereichen HTML, CSS und JavaScript zugute.

Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Webentwickler persönlich?


Meine konkrete Aufgabe ist es, einen ganzheitlichen sowie technisch ausgereiften Internetauftritt für meine Kund:innen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei arbeite ich eng verzahnt mit meinem Projektteam zusammen, das aus Brand-Strateg:innen, Konzepter:innen, Designer:innen und weiteren Spezialist:innen besteht.

Im Fokus stehen immer die Kernwerte unserer Auftraggebenden, die Konsumierende von ihren Produkten oder Services überzeugen wollen. Damit bin ich die umsetzende Kraft, die ein Projekt realisiert – auf Basis der Vorarbeit vieler weiterer Expert:innen. Ein Pluspunkt: Meine Meinung wird in allen Projektphasen gewertschätzt.

So fließen Anregungen, die aus der Programmierarbeit heraus entstehen, oftmals in weiteren Runden zurück zu den Kolleg:innen der Konzeption und finden sich dann auch im Endprodukt wieder. Das gibt mir die Möglichkeit, mit jedem Projekt mehr zu lernen und fachübergreifend zu wachsen.

Keine Hierarchie sondern eine Vertrauensebene

Wie ist deine Stelle in die Unternehmensstruktur eingegliedert? Das heißt: An wen berichtest du und mit wem arbeitest du zusammen?

Bei dotfly wurden alle Hierarchieebenen abgeschafft. Wir berichten an niemanden, sondern arbeiten in disziplinübergreifenden,  speziell zusammengestellten Projektteams mit Strateg:innen, Designer:innen, Entwickler:innen und dem Projektmanagement zusammen.

Bei Bedarf holen wir auch Onlinemarketing-Expert:innen dazu. Die Verantwortung für den Erfolg eines Projektes tragen wir als Team gemeinsam. Die Zusammenarbeit in der Agentur ist von Kooperation und Vertrauen geprägt.

Ideen und Inspirationen entstehen aus dem Team heraus und werden gemeinsam realisiert. Einer unserer Kernwerte ist die Zusammenarbeit – im Team und mit unseren Kund:innen.

Innovation und Technologie

Selbstverständlich wird die Rolle des Webentwicklers in jedem Unternehmen unterschiedlich ausgelegt. Welche Perspektiven kommen bei dir zu kurz, die grundsätzlich zum Berufsbild gehören?

Die wichtigsten Aspekte in meinem Job: Innovation und Technologie. Diesen müssen wir uns jeden Tag stellen, um nicht den Anschluss an die schnellen Entwicklungszyklen zu verlieren. Wir befinden uns also – eigentlich – in einer Situation des kontinuierlichen Lernens.

Aber bei uns stehen auch die Interessen der Kund:innen immer an erster Stelle – das ist uns extrem wichtig! Daher verschieben sich Weiterbildungsphasen und das Experimentieren mit neuen Anwendungen und Features meist in die Abendstunden –manchmal auch in den Feierabend.

Das macht aber nichts, da ich begeisterter Coder bin und mir Technologie im Blut liegt. Ein bisschen mehr Zeit dafür, wäre aber dennoch schön.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Das tollste an meinem Job ist es zu wissen, dass die Ergebnisse teilweise von Millionen von Menschen täglich gesehen werden. Auch dass meine Arbeit für Kund:innen wie CARE Deutschland, die GLS Bank oder Help dazu beiträgt die Welt ein kleines Stück besser zu machen, erfüllt mich mit Stolz und treibt mich tagtäglich an.

Zudem finde ich es klasse, dass kontinuierlich neue Kolleg:innen bei uns in der Technik dazu kommen. Da wir zurzeit wachsen, suchen wir auch wieder aktiv neue Frontend- und Backend-Entwickler, die uns dabei unterstützen, die Ideen unserer Kund:innen erfolgreich zu machen.

Nachhaltigkeit und Transparenz

Wofür bist du besonders dankbar?


Dankbar bin ich vor allem dafür, dass ich mit meinem Arbeitgeber wirklich Glück habe. Die Agentur bringt mir sehr viel Vertrauen und Offenheit entgegen und gibt mir auch ein Maß an Freiheit, das ich bisher bei noch bei keinem Arbeitgebenden erlebt habe – nicht zuletzt, dass ich von meinem Wohnort Pomorie in Bulgarien arbeiten kann.

Zudem ist dotfly eine Agentur, die ihre Kernwerte auch aktiv lebt – vor allem Nachhaltigkeit und Transparenz. Das zeichnet sich nicht nur in der Art und Weise wie wir in unseren Teams miteinander kommunizieren, kooperieren und arbeiten ab, sondern auch in der Auswahl potenzieller Neukunden.

Künftig wollen wir nur noch nachhaltig arbeitende Unternehmen und Marken betreuen. Ich freue mich schon darauf, an diesem Ziel mitwirken zu können.


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Und wie wird man jetzt TYPO3-Entwickler?

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Seit meiner Kindheit bin ich von Computern begeistert. Ich habe deshalb schon sehr früh damit begonnen, meine Rechner selbst zusammenzubauen und zu reparieren. Beruflich ging ich aber – erst einmal – meiner zweiten Leidenschaft nach: dem Fußball. Nach einer aktiven Profikarriere in meiner Heimat Bulgarien wurde ich später Trainer der U19-Mannschaft von Fortuna Köln.

Nebenbei begann ich damit, mich mit dem Thema Programmierung und Technologie zu beschäftigen – in Online-Kursen. Je länger ich mich mit der Materie beschäftigte, desto mehr wurde mir klar, dass ich etwas anderes wollte als eine klassische Profi-Karriere im Sport.

Ich hängte also die Stollenschuhe an den Nagel und startete mit einer IHK-Ausbildung zum Entwickler durch – und bin bis heute sehr glücklich über diese Entscheidung. Dotfly war dann mein erster Arbeitgeber in meinem neuen Berufsleben und ich bin happy hier zu sein.

Eine Ausbildung oder ein Studium sind kein Muss

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessierten Quereinsteiger geben, der auch Webentwickler werden will?

Alle glauben immer, dass man eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren muss, um als Entwickler durchzustarten. Aus meiner Erfahrung ist das Humbug!

Wenn mich Bekannte oder Freunde fragen, wie man am besten den Einstieg in die höheren Gefilde des Programmierens findet, rate ich immer: Arbeite dich autodidaktisch in das Thema, die Technologien und die verschiedenen Systeme ein und probiere dich und dein Können erst einmal selbst aus.

Mit diesen Erfahrungen kannst du dich dann bei einer Agentur oder einem Unternehmen bewerben und direkt Erfahrungen im Jobkontext sammeln. Das gute an unseren Jobprofil ist: Wir werden dringend gebraucht und es gibt zu wenige von uns. Das ist eine echte Chance!

Vielen Dank, Shterion!

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master). Hat unter anderem bereits für die Frankfurter Rundschau sowie die Magazine Pressesprecher und Politik&Kommunikation geschrieben.

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