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Ein Zukunft ohne Akkus – geht das?

Fabian Peters
unsplash.com/ Mishaal Zahed

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Smartphones müssen in der Regel alle ein bis zwei Tage ans Stromnetz. Der chinesische Smartphone-Hersteller Oppo verspricht nun ein Konzept, mit dem einige Elektrogeräte bald komplett ohne Akku auskommen sollen. Aber gilt das auch für Smartphones?

Moderne Smartphones vereinen zahlreiche Geräte in einem. Sie sind Kamera, Fernbedienung, Navigationssystem, Taschenlampe und Musikplayer zugleich. Wir können mit ihnen im Internet surfen, chatten, längere Videos und sogar Filme streamen und ach ja: telefonieren geht natürlich auch noch.

Wäre da nicht das lästige Thema Akku. Zwar hält der Akku bei den meisten Geräten auch nach rund 15 Jahren Smartphone-Geschichte höchstens ein bis zwei Tage – je nach Nutzerverhalten, versteht sich. Allerdings sind die Lithium-Ionen-Batterien in Smartphones mit der Zeit durchaus effizienter und langlebiger geworden.

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Doch auch unsere Smartphones werden immer leistungsfähiger und benötigen mehr und mehr Strom, sodass sich die Akku-Lebensdauer letztlich wieder egalisiert. Ein Konzept aus China verspricht nun eine Technologie, mit der einige Elektrogeräte künftig komplett ohne Akku auskommen sollen.

Strom per WLAN, Bluetooth und via Mobilfunk

Die Zeiten, in denen alte Nokia-Handys ohne einen einzigen Ladezyklus teilweise wochenlang im Standby-Modus verharren können, sind längst vorbei. Zwar ersparen uns drahtlose Technologien wie Fernbedienungen und Funk-Kontroller heutzutage lästigen Kabelsalat, allerdings werden Akkus und Batterien mehr und mehr zu einem Umweltproblem.

Von den Kosten und endlichen Ressourcen ganz zu schweigen. Doch damit könnte bald Schluss sein, zumindest wenn es nach dem chinesischen Elektronikhersteller Oppo geht. In einem Whitepaper hat das Unternehmen nämlich erst kürzlich sein Konzept „Zero Power Communication“ präsentiert.

Demnach könnten elektronische Geräte den benötigten Strom künftig nicht mehr zwangsläufig aus einem Akku beziehen, sondern aus Bluetooth-, Mobilfunk- und WLAN-Signalen. Zusätzlich zur Datenübertragung könnten diese sogenannte IOT-Geräte – das sind Geräte oder Komponenten, die mit dem Internet verbunden sind – auch ganz ohne Akku mit Energie versorgen.

Eine Fernbedienung ohne Akku: Theoretisch geht das!

Im Kleinen funktioniert das bereits. So hat Elektronikkonzern Samsung auf der Technikmesse CES kürzlich beispielsweise eine Fernbedienung präsentiert, die keine Batterien mehr benötigt. Stattdessen bezieht sie Strom über Funkwellen des WLAN-Routers sowie kleinen Solarzellen.

Zwar verfügt die Fernbedienung über einen Akku, dieser muss aber gewissermaßen nie auf klassischem Wege aufgeladen werden. Im Notfall könnten die User das Gerät aber auch über einen USB-C-Anschluss nachladen. Rein theoretisch könnte die Fernbedienung letztlich aber auch ganz ohne Akku auskommen.

Der Vorteil dieser Technologie: Sie macht klassische Batterien überflüssig. Das dürfte positive Auswirkungen in puncto Kosten und Umwelt haben. Da die Fernbedienung jedoch noch nicht gänzlich auf einen Akku verzichten kann, ist früher oder später aber womöglich auch hier ein Austausch erforderlich.

Ein Smartphone ohne Akku – geht das?

Oppo mache in Sachen Null-Akku-Technologie laut eigenen Angaben allerdings derartige Fortschritte, dass das Unternehmen schon in drei bis fünf Jahren Geräte präsentieren will, die komplett ohne Akku oder Batterie auskommen sollen. Ob das auch für Smartphones gilt, ist jedoch äußerst fraglich.

Im Vergleich zu kleineren Smart-Home-Geräten dürfte der Energiebedarf von modefern Smartphones letztlich vermutlich zu hoch sein, um die Geräte via Funk mit Strom zu versorgen.

Mit flächendeckenden Mobilfunkstandards wie 5G – oder in Zukunft vielleicht auch 6G – könne die Zero Power Communication jedoch eine um ein Vielfaches höhere Übertragung gewährleisten.

Smartphones, die ohne Akku auskommen, klingen jedoch auch vor diesem Hintergrund wie weit entfernte Zukunftsmusik. Vielmehr könnten sie beim bisherigen Konzept von Oppo als Energiequelle für kleinere IOT-Geräte fungieren.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).