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Amazon stoppt Versand nach Russland und sperrt Streamingdienst Prime Video

Fabian Peters
unsplash.com/ ANIRUDH

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Amazon hat seine Sanktionen als Reaktion auf den Ukraine-Krieg in einem weiteren Schritt verschärft. Das Unternehmen kündigte an, den Versand nach Russland und Belarus vorläufig auszusetzen. Der Konzern wolle außerdem den Zugang zum Streamingdienst Amazon Prime Video unterbinden. 

Bereits am 4. März verkündete Amazon in einem offiziellen Statement, dass das Unternehmen den Zugang zu seinem Cloud-Dienst Amazon Web Service (AWS) als Reaktion auf den Ukraine-Krieg in Russland teilweise blockiert hat. Der Konzern betonte außerdem, dass man die Ukraine beim Schutz gegen Cyberangriffen unterstützen wolle.

In einem Update und weiteren Statement vom 8. März teilte Amazon nun mit, dass das Unternehmen seine Sanktionen in einem weiteren Schritt verschärfen wolle. Demnach stoppt der Konzern ab sofort seinen Produktversand nach Russland und Belarus. Das Unternehmen wolle in beiden Ländern außerdem keine neun AWS-Kunden sowie Dritthändler mehr zulassen.

Amazon sperrt Streamingdienst Prime in Russland

Als zusätzliche Maßnahme hat Amazon seinen Streamingdienst Prime Video in Russland bis auf Weiteres gesperrt. Der Konzern wolle außerdem keine Bestellungen mehr für das Videospiel „New World“ annehmen, das Amazon als einzigen Titel bislang direkt in Russland verkauft hat.

Das Unternehmen betonte, dass man im Gegensatz zu einigen anderen Unternehmen keine Rechenzentren oder Büros in Russland betreibe und an der langjährigen Politik, keine Geschäfte mit der russischen Regierung zu machen, festhalten wolle.

Laut eigenen Angaben habe Amazon bereits fünf Millionen US-Dollar an Hilfsorganisationen gespendet, die die Menschen in der Ukraine unterstützen. Im Rahmen einer Spendenaktion, an der sich bislang über 10.000 Angestellte beteiligt haben, wolle man die Summe verdoppeln.

Über einen Spenden-Button auf der Amazon-Webseite hätten außerdem Zehntausende Kunden gespendet. Das Unternehmen wolle nun dafür sorgen, dass die Beträge bei Save the Children und dem Deutschen Roten Kreuz ankommen.

Auch Netflix stellt Streamingangebot in Russland ein

Amazon folgt mit seinen verschärften Sanktionen einer Reihe von Tech-Konzernen, die ihr Angebot als Reaktion auf den Ukraine-Krieg in Russland bereits teilweise eingeschränkt haben. Zuvor hatte bereits Streaming-Konkurrent Netflix angekündigt, sein Angebot in Russland einzuschränken.

Zunächst stoppte das Unternehmen dabei alle russischen Projekte und Produktionen. In einem weiteren Schritt und nach einer internen Bewertung der Situation zog Netflix anschließend komplett den Stecker. Auch Apple, PayPal und TikTok sowie viele weitere Unternehmen haben ihren Service bereits begrenzt oder eingestellt.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).