Social Media Technologie

Zoom führt Avatare für Videokonferenzen ein

Zoom Avatare
Zoom
geschrieben von Maria Gramsch

Zoom-Meetings haben unseren Arbeitsalltag inzwischen fest in der Hand. Nun sollen diese nicht mehr nur mit virtuellen Hintergründen oder Filtern aufgelockert werden. Wie das Unternehmen angekündigt hat, halten nun auch Avatare bei Zoom Einzug.

Die Videokonferenz-Plattform Zoom hat sich während der Corona-Pandemie zu einem alltäglichen Arbeitstool entwickelt. Heute ist sie aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken.

Wie das Unternehmen mitteilt, sollen nun auch Avatare helfen, „Spaß in Meetings zu bringen und die Stimmung aufzulockern“.


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Avatare sind für Zoom Meetings und Zoom Webinare verfügbar. Nutzer:innen können sich mit der neuen Funktion in ein virtuelles Tier verwandeln, das Bewegungen und Gesichtsausdrücke nachahmt.

Sie bieten auch einen guten Mittelweg für Benutzer, die nicht vor der Kamera erscheinen möchten, aber dennoch Körpersprache und Mimik ausdrücken wollen.

Die Videoaufnahmen des Gesichts, die während der Nutzung eines Zoom Avatars entstehen, werden nicht gespeichert oder an Zoom übermittelt. Auch Gesichtserkennung kommt nicht zum Einsatz. Die Funktion erkennt lediglich, dass es sich um ein Gesicht handelt – nicht um welches.

Aktuell können Nutzer:innen nur Tier-Avatare auswählen, weitere Möglichkeiten sollen laut Zoom aber folgen.

So funktionieren die neuen Avatare bei Zoom

Die neue Zoom-Funktion ist aktuell für Windows- und macOS-Geräte sowie auf allen iOS-Mobilgeräten verfügbar. Unterstützt werden Avatare ab der Version 5.10.0, wenn sie vom Kontobesitzer oder Administrator freigeschaltet wurden.

Wenn deine Kamera eingeschaltet ist, kannst du die neuen Avatare wie folgt nutzen:

  • Klicke in den Videooptionen deiner Meeting-Symbolleiste auf „Video beenden“.
  • Klicke dann auf „Virtuellen Hintergrund wählen“ oder „Wählen Sie Videofilter“.
  • Hier findest du die neue Option „Avatare“.

Wenn du genug von deinem Avatar hast, kannst du ihn an demselben Ort wieder ausschalten. Wähle dafür in der Option „Avatare“ einfach „keine“ aus.

Die Omnipräsenz von Zoom in der Arbeitswelt

Zoom ist aus der heutigen Arbeitswelt kaum noch wegzudenken. Die Omnipräsenz des Video-Tools in unserem Alltag schlägt sich auch in den weltweiten Umsatzzahlen des Unternehmens wider.

Im Jahr 2019 lag der Umsatz noch bei 330 Millionen US-Dollar. Dank der Corona-Pandemie kletterte die Zahl in den darauffolgenden drei Jahren exorbitant nach oben.

2020 legte der Tech-Konzern mit 622 Millionen US-Dollar nahezu eine Verdopplung des Umsatzes hin. Nur ein Jahr später lag der Umsatz schon bei 2,65 Milliarden US-Dollar.

Im Ende Januar endenden Geschäftsjahr 2022 konnte Zoom dann sogar einen Umsatz von rund 4,1 Milliarden US-Dollar ausweisen.

Ist Zoom problematisch für unseren Arbeitsalltag?

Doch auch beim Videokonferenz-Tool Zoom ist nicht alles Gold, was glänzt. So traten bereits zeitig in der Pandemie Phänomene wie die sogenannte Zoom Fatigue auf.

Hinter dem Phänomen steckt eine Art Müdigkeit, die ihre Wurzeln in der übermäßigen Nutzung virtueller Dienste hat. Besonders betroffen ist dabei die Videotelefonie, worauf bereits der Name hindeutet.

Videokommunikation ist ein modernes Wunderwerk, aber die magischen und spontanen Momente, die persönliche Interaktionen so besonders machen, können in einer virtuellen Umgebung schwer zu erreichen sein.

Die neue Möglichkeit, sich als Avatar in ein Zoom-Meeting einzuschalten, könnte nach Filtern und virtuellen Hintergründen ein weiterer Versuch sein, dem Phänomen Zoom Fatigue entgegenzuwirken.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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