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Hacker erbeuten 615 Millionen US-Dollar von Zahlungsdienleister Ronin

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Pixabay.com / B_A
geschrieben von Maria Gramsch

Kryptowährungen werden immer beliebter – auch außerhalb der Finanzbranche. Doch wo viel Geld fließt, sind meist auch Betrüger nicht weit. So auch beim Hackerangriff auf Zahlungsdienstleister Ronin, bei dem Cyberkriminelle rund 615 Millionen US-Dollar erbeuten konnten.

Die Zahl der weltweit verfügbaren Kryptowährungen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Im Juni 2013 belief sich die Zahl noch auf überschaubare 26 Coins. Im Februar 2022 war es dann mit 10.656 erstmals eine fünfstellige Zahl.

Es fließt also viel Geld in die digitalen Tokens. Und wo das der Fall ist, sind oft auch Betrüger nicht weit. So auch bei den digitalen Währungen, die sich immer wieder Cyberangriffen konfrontiert sehen.


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Der neuste Fall betrifft das Blockchain-Projekt Ronin, das sich aktuell mit einem der verheerendsten Kryptodiebstähle aller Zeiten konfrontiert sieht.

Was steckt hinter dem Hackerangriff auf Ronin?

Bei dem Hackerangriff auf Ronin sind laut dem Blockchain-Projekt fast 615 Millionen US-Dollar aus dem System gestohlen worden.

Bei dem Angriff am 23. März seien etwa 173.600 Ether-Token sowie 25,5 Millionen US-Dollar Coin-Token gestohlen worden. Die Angreifer:innen seien noch nicht identifiziert.

Zum Zeitpunkt des Diebstahls belief sich der Wert den gestohlenen Tokens auf rund 540 Millionen US-Dollar. Aufgrund der Wechselkursschwankungen ist der Wert inzwischen auf 615 Millionen geklettert.

Die Blockchain-Analyseplattform Elliptic stuft den Ronin-Hack als den zweitgrößten Krypto-Diebstahl aller Zeiten ein.

Wie geht es mit den gestohlenen Werten weiter?

Ronin, die laut CryptoSlam größte NFT-Sammlung aller Zeiten, steckt hinter dem Online-Spiel Axie Infinity. Dabei kommen Non-Fungible Token (NFTs) zum Einsatz.

Hacker hätten diese nun über die gestohlenen privaten Schlüssel der Nutzer:innen erbeutet. Derzeit können keine Gelder über das Netzwerk abgehoben oder eingezahlt werden.

Laut dem Unternehmen habe Ronin den Hack am Dienstag entdeckt. Das Unternehmen arbeite „direkt mit verschiedenen Regierungsbehörden zusammen“, um „die Kriminellen zur Rechenschaft“ zu ziehen.

Außerdem arbeite Ronin zusammen mit dem Blockchain-Tracker Chainalysis daran, die gestohlenen Gelder nachzuverfolgen und so wieder in die digitalen Wallets der Nutzer:innen zu überführen.

Hackerangriffe auf Kryptowährungen nehmen stark zu

Doch der Hackerangriff auf Ronin ist aber kein Einzelfall – ganz im Gegenteil. Seit Jahren steigt die Zahl der Angriffe auf Börsen für Kryptowährungen. Der Grund dürfte auch darin begründet sein, dass die digitalen Währungen immer beliebter werden.

Es fließt mehr Geld, was einen Angriff für Hacker natürlich immer attraktiver macht. Allein in diesem Jahr ist der Ronin-Hack mindestens der dritte große Vorfall. Im Januar traf es bereits Crypto.com sowie die Krypto-Plattform Qubit. Dabei wurden 30 Millionen US-Dollar und noch einmal 80 Millionen US-Dollar binnen weniger Tage erbeutet.

Laut dem Krypto-Portal HeedgewithCrypto sind allein seit 2012 Kryptowährungen im Wert von mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar bei Cyberangriffen erbeutet worden.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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