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Meta testet den Verkauf virtueller Items im Metaverse Horizon Worlds

Meta, Metaverse, Horizon Worlds
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geschrieben von Maria Gramsch

Meta will sein Metaverse zu Geld machen und testet dafür den Verkauf virtueller Items. Creator sollen bei Horizon Worlds so Geld verdienen können – 25 Prozent steckt sich die Plattform aber selbst in die Taschen.

Meta testet „In-World-Käufe“ auf seiner Metaverse-PLattform Horizon Worlds. Wie der Konzern mitteilt, können „eine Handvoll Creator“ das neue Feature ausprobieren.

Es ist der erste Test auf der Plattform, um Creatorn eine Einnahmequelle zu ermöglichen.

Was können Creator bei Horizon Worlds verkaufen?

Creator auf der VR-Plattform sollen künftig virtuelle Items an ihre Fans verkaufen können. Dazu sollen virtuelle Gegenstände und Effekte zählen, die in den jeweils geschaffenen Welten zum Einsatz kommen können.

Laut Meaghan Fitzgerald, Product Marketing Director von Horizon, sollen Creator alles verkaufen können, wie The Verge zitiert. Das reiche „vom Zugang zu einem VIP-Bereich ihrer Welt bis hin zu virtuellen Gegenständen wie Schmuck oder einem speziellen Basketball“.

Damit erfindet Meta jedoch nicht das Rad neu. Solche „In-World-Käufe“ sind bereits bei anderen sozialen 3D-Plattformen wie Roblox und Rec Room im Einsatz. Auch hier können Creator ihre selbst erstellten Items verkaufen.

Ein lohnendes Geschäft für das Metaverse

Für Meta dürfte sich dieses neue Feature ziemlich lohnen. Denn für Verkäufe in Horizon Worlds behält die Plattform selbst 25 Prozent des Verkaufserlöses ein – und das nach Abzug der App-Store-Gebühren.

Kauf ein Follower seinen virtuellen Basketball also über Metas eigenen Quest Store, fallen vorab noch 30 Prozent Plattform-Gebühr an.

Meta verdient am virtuellen Basketball also im Endeffekt 25 Prozent der übrig gebliebenen 70 Prozent.

„Wir denken, dass dies ein ziemlich wettbewerbsfähiger Satz auf dem Markt ist“, sagt Horizon-VP Vivek Sharma gegenüber The Verge.

Meta will fleißige Creator belohnen

Neben den „In-World-Käufen“ testet Meta in den USA außerdem das Horizon Worlds Creator Bonusprogramm. Damit will Meta besonders fleißige Creator monatlich für ihre Mühen belohnen.

In diesem begrenzten Test werden Creator für den Bau von Welten belohnt, in die sie die meiste Zeit investieren.

Die hierüber ausgezahlten Boni gehen – im Gegensatz zu den „In-World-Käufen“ – komplett an die Creator. Dafür hat Meta vor kurzem einen 10-Millionen-Dollar-Fonds eingerichtet.

Horizon Worlds soll bald auch auf Smartphones verfügbar sein

Derzeit ist Horizon Worlds nur für die Metas VR-Headsets von Quest verfügbar. Demnächst könnten die virtuellen Welten jedoch auch auf Smartphones und Spielkonsolen Einzug halten.

Die Einführung auf Spielkonsolen befinde sich derzeit noch „in frühen Gesprächen“, erklärt Horizon-VP Vivek Sharma gegenüber The Verge. Bei den Smartphones soll es bedeutend schneller gehen, hier soll Horizon Worlds noch in diesem Jahr starten.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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