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Datenschutzklage: Twitter zahlt 150 Millionen US-Dollar Strafe

Fabian Peters
unsplash.com/ Ravi Sharma

Twitter hat einem Vergleich zugestimmt und sich zu einer Strafzahlung von 150 Millionen US-Dollar bereiterklärt. Damit legt der Kurznachrichtendienst eine Datenschutz-Klage der US-amerikanischen Behörden bei.

Im Schatten der bevorstehenden Übernahme durch Tesla-CEO Elon Musk hat Twitter eine Datenschutz-Klage mit den US-amerikanischen Behörden beigelegt. Der Kurznachrichtendienst stimmte dafür einem Vergleich zu und verpflichtete sich zu einer Strafzahlung in Höhe von 150 Millionen US-Dollar.

Damit deckt der Microblogging-Dienst den Vorwurf ab, dass das Unternehmen die „Sicherheit und den Datenschutz“ von Nutzerdaten zwischen Mai 2013 und September 2019 falsch dargestellt hat. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der Federal Trade Commission (FTC), einer unabhängigen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde der USA, hervor.

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Datenschutzklage: Twitter muss Compliance-Praktiken verbessern

Wie die FTC und das US-amerikanische Justizministerium mitteilten, muss das Unternehmen für den Vergleich jedoch nicht nur 150 Millionen US-Dollar hinblättern. Der Kurznachrichtendienst verpflichtet sich außerdem dazu, seine Compliance-Praktiken zu verbessern.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hieß es in der Beschwerde zuvor, dass der US-Konzern falsche Angaben gemacht habe, die wiederum gegen das FTC-Gesetz aus dem Jahr 2011 verstoßen. Dort heißt es:

Während Twitter den Nutzern versicherte, dass es ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen sammelte, um ihre Konten zu sichern, versäumte es Twitter, offenzulegen, dass es die Kontaktinformationen der Nutzer auch nutzte, um Werbetreibenden dabei zu helfen, ihre bevorzugten Zielgruppen zu erreichen.

Elon Musk feilt weiterhin am Twitter-Deal

Tesla-CEO Elon Musk, der kurz vor einer Übernahme des Kurznachrichtendienstes steht, äußerte sich via Tweet zu der Meldung „Wenn Twitter hier nicht ehrlich war, was ist dann noch nicht wahr? Das sind sehr besorgniserregende Nachrichten“, so Musk.

Der Milliardär steht dem werbefinanzierten Geschäftsmodell des Unternehmens zudem kritisch gegenüber und will bei einer erfolgreichen Übernahme neue Einnahmequellen generieren – beispielsweise durch Abo-Gebühren.

Momentan läuft der Twitter-Deal jedoch schleppend. Musk hatte die Übernahme kürzlich auf Eis gelegt, um den Anteil der Spam- und Bot-Accounts auf der Plattform zu überprüfen. Kritiker:innen bemängeln wiederum, dass der Tesla-CEO lediglich den Preis drücken wolle.

Musk will Jack Dorsey in Boot holen

Wie Reuters berichtet, hat Elon Musk derweil seinen Finanzierungsplan geändert. Demnach wolle Musk seine Kredite nun doch nicht mit seinen Aktien absichern, sondern einen Teilbetrag von 12,5 Milliarden US-Dollar auf andere Art und Weise leisten.

Der Tesla-Chef wolle außerdem den ehemaligen Twitter-CEO Jack Dorsey mit ins Boot holen. Dieser können sich mit seinen Anteilen an dem Deal beteiligen, um auch künftig eine Position beim Kurznachrichtendienst zu bekleiden. Dorsey hält aktuell rund 2,5 Prozent der Twitter-Aktien.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).