Volvo, Epic, Unreal Engine

Volvo will seine Elektroautos mit „fotorealistischen“ Grafiken ausstatten

Felix Baumann
Volvo

In Kooperation mit Epic Games will Volvo seine Elektroautos mit „fotorealistischen“ Grafiken ausstatten. Dafür kommt die sogenannte Unreal Engine des US-amerikanischen Softwareunternehmens zum Einsatz. Kund:innen sollen von besseren Infotainment-Systemen profitieren.

Unsere Fahrzeuge spiegeln auch immer die aktuelle Zeit wider. Während frühere Modelle ohne viel Elektronik auskamen, reicht heute ein Touchscreen zum Einstellen der benötigten Funktion. Die Interaktion zwischen Mensch und Computer entwickelt sich auch in den kommenden Jahren noch weiter.

Dabei spricht man vermehrt vom sogenannten „Human Machine Interface“ (HMI). Volvo zeigte bereits in den vergangenen Jahren, dass der Autobauer den Wandel der Zeit erkannt hat. Bis Mitte des Jahrzehnts will Solo bis zu 600.000 vollelektrische Fahrzeuge pro Jahr verkaufen.

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Im Zuge einer Partnerschaft mit dem Softwareunternehmen Epic Games, will Volvo zudem verstärkt auf HMI setzen. Der schwedische Automobilhersteller will seine E-Autos nämlich mit „fotorealistischen“ Grafiken bestücken.

Unreal Engine bringt hochauflösende Informationen ins Volvo-Cockpit

Konkret geht es dabei um die Unreal Engine von Epic Games. Im Jahr 1998 veröffentlichte das Unternehmen eine erste Version des Frameworks. Inzwischen nutzen viele Entwickler:innen aus der Spiele- und IT-Branche die Unrealistische Engine. Das Framework kommt jedoch eigentlich überwiegend bei Computer- und Konsolenspielen zum Einsatz.

Das könnte sich durch die Kooperation zwischen Volvo und Epic Games schon bald ändern. Denn die Integration der Unrealistischen Engine in die Fahrzeuge des Autobauers, soll die Interaktion zwischen Fahrer:innen und Auto verbessern.

Konkrete Einsatzszenarien gab Volvo jedoch noch nicht bekannt. Einige Dinge lassen sich aber schon heute mutmaßen. Die Effizienz von Bordsystemen dürfte steigen. Gleichzeitig profitiert das Auge von qualitativ hochwertigen Animationen. Es geht also weniger um die Menge an Informationen, als um die richtige Darstellung und Einordnung dieser.

Volvo und Autoindustrie als attraktive Partner für Epic Games

Aber auch Epic Games wird von der Partnerschaft profitieren. Das Unternehmen, das die Unreal Engine erst zur Bekanntheit brachte, sucht schon länger Kooperationspartner außerhalb der Gaming-Industrie. Die Animation und Darstellung von Objekten ist für die Engine nämlich weiterhin einfacher als die von Personen.

Etwas Lebloses hat logischerweise weniger Parameter, die Berücksichtigung finden müssen. Im Zuge der Zusammenarbeit zeigt Volvo, dass das Unternehmen auch weiterhin mit den Big-Playern mithalten will.

Bereits vor einigen Jahren richtete Volvo sich auf Android Automotive aus und integrierte die Dienste von Google in die Infrastruktur seiner Fahrzeuge. Das neue Betriebssystem VolvoCars.OS soll ein perfektes Zusammenspiel zwischen allen Komponenten im Auto garantieren.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.