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Mögliche Entlassungen: Elon Musk spricht erstmals mit Twitter-Belegschaft

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pixabay.com/ ElisaRiva, Montag: BASIC thinking
geschrieben von Maria Gramsch

Tesla-Chef Elon Musk hat sich während seiner Übernahme-Bestrebungen nun erstmals an die Twitter-Belegschaft gewandt. In einer Videokonferenz sprach er über die Entwicklung des Kurznachrichtendiensts – aber auch über mögliche Entlassungen.

Nur knapp zwei Monate ist es her, dass Elon Musk sein gigantisches Angebot in Höhe von 44 Milliarden US-Dollar zur Twitter-Übernahme abgegeben hat.

Nun hat sich der Tesla-CEO erstmals an die Twitter-Belegschaft gewandt. In einer Videokonferenz sprach er unter anderem über seine künftige Rolle beim Kurznachrichtendienst, aber auch über mögliche Entlassungen.

Was hat Elon Musk mit Twitter vor?

Wie Bloomberg berichtet, hat die Twitter-Belegschaft den Tesla-Chef in der Videokonferenz direkt auf mögliche Entlassungen angesprochen. Diese habe Musk auch nicht ausgeschlossen. Denn Twitter müsse „gesund werden“. Jedoch müsse sich „jeder, der einen wichtigen Beitrag leistet, keine Sorgen machen“.

Und auch das Thema Homeoffice kam zur Sprache. Die Twitter-Belegschaft darf derzeit Vollzeit von zuhause aus arbeiten. Dass sich die Mitarbeiter:innen um diese Freiheit sorgen, dürfte nicht verwundern.

Denn erst Anfang Juni hatte Musk angekündigt, dass die Mitarbeiter:innen von Tesla wieder Vollzeit ins Büro müssen. Allen, die das nicht akzeptierten, drohte Musk mit einer Entlassung.

Für den Microblogging-Dienst hat er in Sachen Homeoffice wohl ähnliche Pläne. Denn nur wer „außergewöhnlich gut in seinem Job“ sei, könne dieses Privileg erhalten. In einem internen Slack-Channel kam es daraufhin zu hitzigen Diskussionen, wie Bloomberg Insider zitiert.

Eine Milliarde User und Verifizierungs-Gebühr

Elon Musk will, dass Menschen bei Twitter „ziemlich unerhörte Dinge“ sagen können. Der Kurznachrichtendienst müsse den Menschen mehr Raum geben, damit sie das sagen können, was sie wollen. Die einzige Bedingung sei, dass die Inhalte nicht gegen Gesetze verstoßen.

Als großes Ziel hat Elon Musk die Marke von einer Milliarde Nutzer:innen ausgegeben. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 waren es rund 360 Millionen Nutzer:innen weltweit.

Auch sein großes Sorgenthema Fake-Accounts hat Musk laut Bloomberg bei dem Meeting angesprochen. Demnach solle Twitter es Menschen ermöglichen, sich gegen eine Gebühr als echte menschliche Nutzer:innen verifizieren zu lassen.

Wo sieht sich Elon Musk selbst bei Twitter?

Auch seine eigene Rolle wurde in der Videokonferenz diskutiert. Aus der Twitter-Belegschaft kam die Frage, ob Musk die Rolle des CEO übernehmen wolle.

Dazu gab er keine genaue Antwort. Jedoch wolle er „das Produkt in eine bestimmte Richtung lenken“. Dabei sei ihm egal, welchen Titel er habe. Das sei ihm egal, „aber natürlich müssen die Leute auf mich hören“.

Bei SpaceX rumort es

Unterdessen hat Elon Musk auch an anderer Front zu kämpfen. Denn offensichtlich ist die SpaceX-Belegschaft mit ihrem Chef nicht ganz so zufrieden, wie The Verge berichtet.

In einem offenen Brief an die Geschäftsleitung beschweren sich die Mitarbeiter:innen über Musks Verhalten und dessen Äußerungen auf Twitter. Der Brief war in einer internen Chat-Gruppe aufgetaucht und liegt The Verge vor.

Elons Verhalten in der Öffentlichkeit ist oft eine Ablenkung für uns und ist uns peinlich.

Die Angestellten bemängeln vor allem, dass CEO Elon Musk in der Öffentlichkeit als Gesicht von SpaceX wahrgenommen wird. Daher sei jeder Tweet von ihm „de facto ein Unternehmensstatement“.

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mittwald

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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