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E-Scooter sind weitaus weniger nachhaltig als gedacht

Felix Baumann
Wie verbringen E-Scooter den Winter? (Foto: Pixabay / Thomas Wolter)

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E-Scooter stehen vor allem in Großstädten an nahezu jeder Ecke. Für einige Menschen sind sie ein Schandfleck im Städtebild. Für andere gelten sie als praktisches und alternatives Fortbewegungsmittel. Dabei sind E-Scooter weitaus weniger nachhaltig als gedacht. 

Sie sind inzwischen zum Alltag geworden und in großen Städten an jeder Ecke anzutreffen: E-Scooter. Die elektrischen Roller sind in den vergangenen Jahren auch hierzulande zu einer echten Alternative geworden. Doch sind E-Scooter tatsächlich so nachhaltig wie viele Hersteller es anpreisen?

Anbieter Tier sagt beispielsweise, dass sämtliche Fahrten kompensiert werden. Seit 2020 bezeichnet sich das Unternehmen sogar als klimaneutral. Doch der Schein trügt offenbar. Das sind zumindest die Ergebnisse zahlreicher Studien. Demnach verschärfen E-Scooter die Klimakrise sogar, anstatt einen nachhaltigen Beitrag zu leisten.

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E-Scooter stoßen mehr Treibhausgase aus als sie vermeiden

Die bisherigen Untersuchungen blicken dabei meist auf die Emissionen: von der Produktion über den Betrieb bis zur Entsorgung der E-Scooter. Eine Studie aus dem Jahr 2019 legt etwa nahe, dass die elektrischen Mini-Roller pro Meile (circa 1,60 Kilometer) rund 202 Gramm CO2 ausstoßen.

Das sind mehr Emissionen als ein E-Moped (119 Gramm) oder ein Dieselbus pro Passagier (82 Gramm) erzeugen, jedoch weniger als beim Carsharing (415 Gramm). Eine Untersuchung aus dem Jahr 2020 geht sogar noch weiter. Demnach stoßen E-Scooter etwa 13.000 Tonnen an Treibhausgasen mehr aus, als wenn es sie gar nicht gäbe.

Grund sei, dass damit häufig Strecken zurückgelegt werden, die normalerweise auf den ÖPNV entfallen. Auch eine Studie aus Zürich unterstreicht das Problem. Demnach stoßen Scooter durchschnittlich 51 Gramm pro Kilometer mehr aus, als das Verkehrsmittel, das Nutzer:innen stattdessen gewählt hätten.

Probleme der Industrie sind vielseitig

Die Ursachen sind jedoch vielseitig. Dazu gehört beispielsweise die kurze Lebensdauer von E-Scootern. Da außerdem viele Anbieter auf einmal auf den Markt strömten, nutzten sie ältere und bereits verfügbare Modelle. In der Folge wanderten viele Roller nach kurzer Zeit auf die Müllkippe.

Das soll sich aber schon mal ändern. Die Anbieter entwickeln teilweise unter der eigenen Marke neue Modelle, die deutlich langlebiger sein sollen. Ein weiteres Problem ist die bislang einseitige Verfügbarkeit. Denn in Großstädten stehen unzählige E-Scooter bereit. Im Umland dünnt sich das Netz jedoch aus.

Vor allem beim Netzausbau könnte ein Umdenken E-Scooter nachhaltiger machen. In ländlichen Regionen könnten die elektrischen Roller so nämlich eine Alternative zum Autofahren sein. Für viele Anbieter erscheinen E-Scooter-Stationen auf dem Land jedoch noch nicht rentabel.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.