Artificial Intelligence Act, Künstliche Intelligenz, KI

EU will Künstliche Intelligenz regulieren, denn die kann Leben ruinieren

Felix Baumann
Unsplash.com/ Michael Dziedzic

Mit dem Artificial Intelligence Act will die EU ein Rahmenwerk, dass Ungleichheit bei KI-Entscheidungen eliminieren soll. Ob das gelingt bleibt fraglich.

Künstliche Intelligenz (KI) ist in unserem Alltag inzwischen allgegenwärtig. Sei es in Form von Chatbots oder Sprachassistenten. Doch so sehr uns Algorithmen und Computer auch unter die Arme greifen können, so hoch ist auch das Missbrauchspotenzial. Denn Algorithmen bleiben meist verborgen. Eine KI trifft dabei Entscheidungen auf Basis unbekannter Variablen.

Das kann sich negativ für ohnehin schon benachteiligte Gruppen auswirken. Als Apple seine hauseigene Kreditkarte vorstellte, erhielten Frauen etwa ein geringeres Kreditlimit als Männer.

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Genauso trifft es immer wieder People of Color, die überdurchschnittlich häufig einer Straftat beschuldigt werden. Doch wie lassen sich solche Missstände eliminieren und vermeiden?

Künstliche Intelligenz: Artificial Intelligence Act soll Algorithmen fairer machen

Diese Frage stellt sich auch die Europäische Union. Mit dem Artificial Intelligence Act will sie Algorithmen besser durchleuchtet und verstehen. Neben einem allgemeinen Rahmenwerk entstehen dabei auch verschiedene Gesetze. Das Ganze hat einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss. Denn betroffen sind alle, die ihre Waren und Dienstleistungen in der EU anbieten.

Damit reiht sich das neue Gesetzeswerk direkt hinter die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein, die bereits seit einigen Jahren hohe Wellen schlägt. Google, Apple, Facebook und Co. wären demnach genauso betroffen wie beispielsweise SAP.

Mit einem eindeutigen Ziel: Die Regulierung und Überwachung von künstlicher Intelligenz, die über lebensverändernden Entscheidungen steht.

Erste Regulierung soll bis 2024 in Kraft treten

Das ist etwa bei der Vergabe von Krediten oder Jobs der Fall. Erste Ansätze und Vorschläge gehen dabei in eine interessante Richtung. So sollen Eigenschaften, wie das Geschlecht, das Alter oder die Hautfarbe, von solchen Algorithmen gar nicht erst berücksichtigt werden. Trotzdem gibt es noch viele weitere Indikatoren, die zu einer Benachteiligung führen können.

Kommt etwa jemand basierend auf der Postleitzahl aus einer noblen Gegend? Die fünfstellige Nummer ist an sich kein sensibles Merkmal, kann aber auch zu problematischen Entscheidungen führen. Bis Ende 2024 zeigt sich, wie weit die Gesetzgeber in Brüssel mit ihrer Entscheidung gehen. Dann soll eine erste Version des Artificial Intelligence Act in Kraft treten.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.