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Airbnb wappnet sich mit einer Anti-Party-Technologie

Maria Gramsch
Pexels.com / fu zhichao

Airbnb will sich mit einer Anti-Party-Technologie gegen illegale Versammlungen wehren. Die Plattform für Wohnungsvermittlungen testet das Tool derzeit in den USA und in Kanada.

Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat sich Airbnb zu einem wahren Global Player entwickelt. Seitdem wurden über die Plattform rund eine Milliarde Unterkünfte angeboten. Die Zahl der Gastgeber:innen liegt bei rund vier Millionen.

Doch der Boom der Plattform hat auch seine Schattenseiten. So erließ Airbnb nach mehreren eskalierten Feiern beispielsweise ein Verbot für Partyhäuser.

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Nun soll eine neue Anti-Party-Technologie die Plattform bei der Bekämpfung von illegalen Feiern unterstützen. Wie Fast Company berichtet, will Airbnb das neue Tool nun in den USA und in Kanada testen.

Airbnb testet seine Anti-Party-Technologie in den USA und in Kanada

Airbnb wolle mit der neuen Anti-Party-Technologie „potenziell risikoreiche Reservierungen“, wie es im Bericht von Fast Company heißt.

Dafür zieht die Vermietungsplattform diverse Faktoren heran. Unter anderem fließen die Bewertungen der Nutzer:innen in die Beurteilung ein. Aber auch die Dauer der gewünschten Buchen sowie die Entfernung zum Wohnort untersucht Airbnb.

Die Anti-Party-Technologie berechnet dann verdächtige Buchungen. So will das Unternehmen verhindern, dass diese den jeweiligen Gastgeber:innen überhaupt zur Genehmigung vorgelegt werden.

Airbnb wolle so vor allem seine Wohnungs- und Hausbesitzer:innen vor Sachbeschädigung oder Lärmbeschwerden schützen.

Ein erster Test in Australien war bereits erfolgreich

Zuvor hatte die Plattform ihre Anti-Party-Technologie bereits in Australien getestet. Seit Oktober 2021 sei die Zahl illegaler Partys in den Testgebieten um 35 Prozent zurückgegangen.

Airbnb hat das Tool in Australien inzwischen landesweit ausgerollt. Nun läuft die nächste Testphase in den USA und Kanada an.

Das sagt Airbnb zu dem neuen Tool

Seit der Einführung des Partyverbots im August 2020 hat die Zahl der Meldungen stark abgenommen. Nach Angaben des Unternehmens ist die Zahl um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

2021 hat die Plattform mehr als 6.600 Gäste ausgeschlossen, nachdem sie versucht hatten, gegen das Party-Verbot zu verstoßen.

Airbnb versuche ständig an der Zahl der Sicherheitsvorfälle durch neue Lösungen zu arbeiten, sagt Naba Banerjee, Airbnb-Produktchefin für Vertrauen und Sicherheit.

Wenn wir mehr Reservierungen und Buchungen erhalten, schauen wir uns an, wie sich die Dinge entwickeln, wie sich unsere Metriken entwickeln.

Die Anti-Party-Technologie baue dafür auf dem „Unter-25“-System des Unternehmens auf. Dieses schließt jüngere Nutzer:innen von der Buchung ganzer Objekte in der Nähe ihres Wohnorts aus – bis sie mindestens drei positive Bewertungen erhalten haben.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.