Social Media Wirtschaft

Elon Musk ist das neue Sommerlochtier

Elon Musk, Sommerloch, Manchester United
pixabay.com/ tumisu
geschrieben von Fabian Peters

Sommerloch ist, wenn gefühlt jeder Tweet von Elon Musk auf die Goldwaage gelegt wird. So etwas kennt man mitunter von Boulevardzeitungen, die auch ohne Sommerloch jede Sau durchs Dorf treiben. Doch mittlerweile haben das offenbar auch andere Medienhäuser nötig. Ein Kommentar. 

Sommerloch: Elon Musk kauft Manchester United – Nicht!

Im Sommer herrscht oft nachrichtenarme Zeit; Sommerloch halt. Denn wenn politische Institutionen Sommerpause haben, die Menschen mehr Zeit draußen verbringen und auch der Sport still steht, gibt es fast schon traditionell weniger zu berichten.

Früher haben viele Medien solche Löcher mit sogenannten Sommerlochtieren gestopft. Wochenlang wurden dabei Storys über irgendwelche vermeintlichen Killerfische oder Problemtiere gestrickt, um Aufmerksamkeit zu generieren.


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Das bekannteste Beispiel: Das Ungeheuer von Loch Ness. Doch all diese Sommerlochtiere scheinen ausgestorben. Dafür gibt es neue: Elon Musk zum Beispiel.

Elon Musk ist ein Sommerlochtier

Die Tweets des exzentrischen Milliardärs lassen sich nämlich hervorragend ausschlachten, um das Sommerloch zu stopfen. „To be clear, I support the left half of the Republican Party and the right half of the Democratic Party“, twittere Musk beispielsweise in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Er ergänzte: „Also, I’m buying Manchester United ur welcome“.

Eine Anspielung auf den offenbar gescheiterten Twitter-Deal von Musk sowie den wankenden Fußballverein Manchester United. Und: ein offensichtlicher Scherz. Für die, die etwas schwer von Begriff sind, schob der Tesla-CEO sogar einige Stunden später noch hinterher: „No, this is a long-running joke on Twitter. I’m not buying any sports teams.“

Für keinen Klick zu schade

Seit seinem Milliardenangebot für Twitter scherzt Elon Musk regelmäßig mit irgendwelchen Übernahmen. Im April tweetete er beispielsweise: „Next I’m buying Coca-Cola to put the cocaine back in.“ Das kann man durchaus lustig finden. Und auch wenn Boulevardzeitungen darüber berichten, passt das fast schon zu deren Tradition.

Doch wenn selbst gestandene Medien sich dazu gezwungen sehen, die Tweets von Elon Musk auszuschlachten, zeigt das eigentlich nur, wie schlimm es um die Medienbranche bestellt ist. Denn für ein paar Klicks sind sich einige offenbar für nichts mehr zu schade.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

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