Mikroplastik, Plastik, Plastik-Filter

Forschende entwickeln neue Methode gegen Mikroplastik

Felix Baumann
Unsplash.com/ Erik Mclean

Durch die gezielte Anlegung von Spannung wollen koreanische Forschende Mikroplastik aus Gewässern entfernen. Die Methode soll besonders nachhaltig und effektiv sein. 

In den vergangenen Jahren ist Mikroplastik zu einem signifikanten Problem geworden. Denn durch den Einsatz in der Industrie gelangt immer mehr Kunststoff in unsere Umwelt. Einmal zersetzt, lassen sich die Partikel kaum wieder einfangen. Das führt unter anderem dazu, dass Forschende bereits Mikroplastikpartikel in unserem Blut fanden.

Nun gelang Wissenschaftlern der Abteilung für Energiewissenschaft und -technik und des Instituts für industrielle Technologie in Korea ein Durchbruch. Bisherige Wasserfilter schafften es nämlich kaum, die unter fünf Millimeter kleinen Mirkoplastikpartikel effektiv zu entfernen. Das könnte sich mit einer neuen Methode jedoch bald ändern.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Neue Methode entfernt etwa 20 Prozent der Mikroplastik-Belastung

Dazu entwickelte ein Forschungsteam um Professor Lee Ju-hyuck und Doktor Cho Han-cheol einen Filter, das die feinen Partikel während der Stromerzeugung  aus dem Wasser entfernt. Dadurch, dass das Gerät die benötigte Energie komplett selbstständig erzeugt, ist selbst ein Einsatz an abgelegenen Orten möglich.

In einem ersten Versuchsaufbau entfernte die neue Methode etwa 21,4 Prozent aller Mikroplastikpartikel. Alternative Herangehensweisen schaffen derzeit nur etwa vier Prozent. Gleichzeitig ist das eingesetzte Filtersystem umweltfreundlich und verursacht keine Gefahren für den maritimen Lebensraum.

Mikroplastik, Entfernung, Plastik
Quelle: Science Direct

Entwickeln sich keine weiteren Stolpersteine, so ist ein Einsatz in Seen, an Stränden oder aber auch in Naturschutzgebieten möglich. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Das Gerät entfernt ebenfalls Schwermetallverbundwerkstoffe, Keramik und Oxidationsmittel, drei Dinge, die unserer Natur zusetzen.

Forschende machen sich Ladung der Teilchen zunutze

Aber wie funktioniert der Filter? Die Forschenden tauchten eine Anode und eine Kathode in Wasser. Die zu entfernenden Mikroplastikpartikel sind negativ aufgeladen. Durch den fließenden Strom wandern sie dabei zur positiv geladenen Anode und setzen sich dort ab. Ist der Prozess abgeschlossen, muss diese nur noch gereinigt und der Mülle entsorgt werden.

Ob und wann die Technologie im großen Stil eingesetzt werden kann, ist noch unklar. Trotzdem zeigen die koreanischen Forscher, dass es leistbare Methoden gibt, um der Umweltverschmutzung Herr zu werden. Dennoch müssen wir an zwei Orten ansetzen: Einerseits sollten wir unseren Plastikmüll reduzieren, andererseits Partikel aus der Umwelt langfristig entfernen.

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Praktikum Social Media Marketing und PR
Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG in Waldenburg
Social Media Manager International (m/w/d)
Vitakraft pet care GmbH & Co. KG in Bremen
Studentisches Praktikum – Video- & Social...
Taunus Sparkasse in Bad Homburg vor der Höhe
Online Marketing Specialist (m/w/d)
Andreas Hettich GmbH in Tuttlingen
Werkstudent Influencer & Content Creator ...
Synformulas GmbH in Gräfelfing
Senior Marketing Consultant – Digital M...
SYZYGY Performance Marketing GmbH in Hamburg, München
Social Media Manager/in (m/w/d)
Lappe Schrap GbR HLS-Werbung in Neuburg
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.