Peiter Zatko, Twitter Whistleblower, Elon Musk, Twitter

Twitter vs. Musk: Twitter-Whistleblower muss vor Gericht aussagen

Maria Gramsch
unsplash.com/ Jeremy Bezanger

Erst in der vergangenen Woche hat Twitters Ex-Sicherheitschef erhebliche Sicherheitsmängel bei dem Kurznachrichtendienst offengelegt. Nun haben die Anwälte von Elon Musk den Twitter-Whistleblower vorgeladen.

Fast 200 Seiten umfassen die Enthüllungen des ehemaligen Sicherheitschefs Peiter Zatko, die er an die US-Regierung übergeben hat. Der Twitter-Whistleblower sehe die nationale Sicherheit der USA gefährdet. Außerdem führe Twitter Investor:innen und Regulierungsbehörden in die Irre.

Doch für die Enthüllungen des Ex-Sicherheitschefs interessiert sich nicht nur die US-Regierung. Auch für Elon Musk kommen die Anschuldigungen wohl mehr als gelegen. Denn Zatko könnte ihm neuen Stoff liefern, um sich aus seiner Twitter-Übernahme herauszuwinden.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Warum muss der Twitter-Whistleblower im Fall Musk vs. Twitter aussagen?

Bereits am 9. September soll Peiter Zatko im Rechtsstreit zwischen Twitter und Elon Musk aussagen. Dafür haben Musks Anwälte den Whistleblower vorgeladen.

Für Elon Musk kommen die offengelegten Sicherheitsrisiken durch Twitter natürlich sehr gelegen. Versuchte er bisher ja stets, das Aus für seine Twitter-Übernahme mit Spam-Konten zu begründen.

Aus den Enthüllungen von Zatko könnte er weitere Argumente ziehen. So beschuldigt der Twitter-Whistleblower den Konzern, kritische Sicherheitslücken verschleiert zu haben.

Beispielsweise lösche Twitter Daten von Nutzer:innen, die die Plattform verlassen, nicht wie vorgeschrieben. Außerdem soll der Kurznachrichtendienst Geheimdienstagent:innen auf seiner Gehaltsliste haben.

Zatko lässt sich aber auch über Spam-Konten aus

Doch auch die von Elon Musk gern erwähnten Spam- und Fake-Konten hat Zatko in seinen Enthüllungen erwähnt. Demnach gebe es bei Twitter keine genaue Zählung der Spam-, Fake- und Bot-Konten. Auch habe das Unternehmen wenig Anreiz, diese Zahl herauszubekommen.

Im Rechtsstreit zwischen Twitter und Elon Musk muss Twitters Ex-Sicherheitschef nun eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Die Forderungen von Musks Team in der Vorladung gingen jedoch noch weiter.

Sie fordern von Zatko außerdem „Bücher, Dokumente oder greifbare Dinge in Ihrem Besitz“, die sich auf Twitter und seine Spam-Konten beziehen.

Was sagt der Twitter-Whistleblower zu seiner Vorladung?

Zatkos Anwälte erklärten Anfang der Woche, dass er „seinen rechtlichen Verpflichtungen aus dieser Vorladung nachkommen“ werde. Jedoch sei sein „Erscheinen bei der Befragung ist unfreiwillig“.

Denn er habe Twitter mit seinen Offenlegungen gegenüber den zuständigen Regierungsstellen nicht schaden wollen. Auch habe er sich nicht dazu entschlossen, diese Informationen preiszugeben, um Musk bei seinem Streit mit Twitter zu unterstützen.

Sein Ansinnen sei der Schutz der amerikanischen Öffentlichkeit und der Twitter-Aktionäre gewesen.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Praktikant/in Social Media (m/w/d)
Kids Camp America Gmbh in München, Frankfurt am Main...
Social Media Marketing Manager (d/w/m)
BavariaDirekt in München
Praktikant (w/m/d) Marketing & Social Med...
Bübchen Skincare GmbH in Düsseldorf
Junior Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Dormagen, Duis...
Software Sales Manager / Software Business De...
RAYLASE GmbH in Wessling
Marketing Content Specialist (all genders)
The Boston Consulting Group GmbH - BCG in München
Client Solution Management (Online Marketing)...
NOMO Media GmbH in Hamburg
Social-Media-Manager (m/w/d) des Fraktionsvor...
FDP-Landtagsfraktion NRW in Düsseldorf
Teile diesen Artikel
Folgen
Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.