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VW plant offenbar ein neues Werk in Kanada – um Steuern zu sparen

Felix Baumann
unsplash.com/ Erik Mclean

Volkswagen will ein neues Werk in Nordamerika bauen. Bislang war jedoch kein genauer Standort bekannt.  Eine Absichtserklärung mit der kanadischen Regierung deutet nun auf Kanada hin. Das hat auch steuerliche Gründe. 

Momentan sieht es danach aus, als sei die Mobilität der Zukunft vollelektrisch. Doch das bringt einige Herausforderungen mit sich. Einerseits herrscht eine enorme Nachfrage auf dem Weltmarkt. Anderseits stellt die Knappheit von Rohstoffen für die Batterieerzeugung ein Problem dar.

Um die Produktionskapazitäten zu erhöhen, plant Volkswagen ein neues Werk in Nordamerika. Neuste Entwicklungen deuten dabei auf den Standort Kanada hin. Denn der deutsche Automobilbauer hat kürzlich eine Absichtserklärung mit der kanadischen Regierung unterzeichnet.

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Volkswagen will von Steuererleichterungen profitieren

Hintergrund sind vor allem wirtschaftliche Interessen. Denn seitdem in den USA Maßnahmen zur Reduktion der Inflation greifen, sind auch die regulatorischen Hürden für Steuererleichterungen strenger geworden. Hersteller müssen ihre Elektrofahrzeuge demnach in Nordamerika fertigen oder einen amerikanischen Handelspartner angeben.

Die Batteriekomponenten müssen dabei zwangsläufig aus Nordamerika stammen. VW könnte mit einem Standort in Kanada also auf Erleichterungen in der eigenen Bilanz anstreben. Das könnte wiederum über Batterie-Tochterunternhemen PowerCo geschehen.

Denn die VW-Tochter beschafft Rohstoffen wie Nickel, Kobalt und Lithium und produziert die Kathoden für E-Auto-Batterien. Der Fokus liegt dabei wenig überraschend auf dem nordamerikanischen Raum.

Bis 2030: VW will sechs Batteriefabriken in Europa bauen

Damit treibt VW seine Strategie konsequent voran. Bis 2030 will das Unternehmen außerdem sechs Batteriefabriken in Europa bauen. Die bisher bekannten Standorte sind in Salzgitter (Deutschland), Skellefteå (Schweden), Valencia (Spanien) und Osteuropa (noch unbekannt).

Die Fabriken sollen wiederum eine Produktionskapazität von bis zu 240 Gigawattstunden pro Jahr erreichen. Und das erscheint auch notwendig. Denn mit Blick auf die derzeitigen Lieferzeiten, dürften sich einige die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs zweimal überlegen.

Volkswagen gibt wiederum an, dass Elektroautos für Europa und die USA für dieses Jahr ausverkauft sind. Die Ankündigung stammt aus dem Mai 2022. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis der Markt die tatsächliche Nachfrage wieder abfangen kann.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.