Technologie Wirtschaft

Ethereum schaltet mit seinem „Merge“ den Stromsparmodus ein

Kryptowährungen, Ethereum
Unsplash.com / Kanchanara
geschrieben von Maria Gramsch

Kryptowährungen sind nicht nur beliebt, sondern fressen auch jede Menge Energie. Ethereum will hier nun gegensteuern und setzt künftig auf ein bedeutend energiesparenderes Verfahren.

Kryptowährungen haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Laut Investing.com waren im September 9.974 verschiedene Kryptowährungen auf dem Markt. Die Zahl liegt nur knapp unter dem Höchststand vom Juli mit 10.894 Kryptowährungen.

Doch trotz ihrer großen Beliebtheit werden Bitcoin, Ethereum und Co. immer wieder mit Kritik konfrontiert. Einer der größten Kritikpunkte ist der enorme Energieverbrauch der Kryptowährungen.


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Doch genau hier will Ethereum nun gegensteuern. Denn die Kryptowährung hat den sogenannten „Merge“ vollzogen und kann damit nun ein vielfaches an Energie einsparen.

Wie viel Energie verbrauchen Kryptowährungen?

Der Energieverbrauch von Kryptowährungen ist in der Vergangenheit oft kritisiert worden. Der Bitcoin verbraucht aktuell rund 125 Terawattstunden Strom pro Jahr, wie der Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index schätzt. Damit verbraucht die Kryptowährung mehr als die Ukraine, die jährlich rund 124,5 Terawattstunden Strom benötigt.

Schätzungen zufolge lag der Stromverbrauch von Ethereum bisher nur geringfügig unter dem des Bitcoin. Demnach soll die Kryptowährung Stand Januar rund 106 Terawattstunden Strom pro Jahr verbraucht haben.

Doch damit soll bei Ethereum nun Schluss sein. Denn die Kryptowährung hat mit dem „Merge“ vom Verfahren „Proof of Work“ auf das Verfahren „Proof of Stake“ umgestellt.

Letzteres ist dabei bedeutend energiesparender als das Verfahren „Proof of Work“, das auch bei Bitcoin zum Einsatz kommt.

Was wird sich künftig bei Ethereum ändern?

Wie das Forschungsunternehmen Crypto Carbon Ratings Institute (CCRI) errechnet hat, wird der Stromverbrauch von Ethereum nach dem „Merge“ um ganze 99,988 Prozent sinken.

Dieser Berechnung liegt eine etwas andere Schätzung des Stromverbrauchs zugrunde. Denn das CCRI geht davon aus, dass Ethereum bisher jährlich rund 23 Terawattstunden verbraucht hat.

Künftig soll sich die Zahl deutlich verringern, nämlich auf 2.600 Megawattstunden pro Jahr. Das sind umgerechnet nur 0,0026 Terawattstunden. Um besser zu veranschaulichen, was das bedeutet, vergleicht das CCRI diese Einsparung mit der Schrumpfung des Eiffelturms auf die Größe einer Lego-Figur.

Das CCRI schätzt weiter, dass rund Ethereum so künftig nicht mehr elf Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich verursacht, sondern nur noch rund 870 Tonnen. Das sei so viel, wie 100 US-Haushalte in einem Jahr verbrauchen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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