Wirtschaft

Krypto-Crash: Coinbase entlässt über 1.000 Angestellte

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unsplash.com/ Raphael Wild
geschrieben von Beatrice Bode

Die Krypto-Plattform Coinbase entlässt rund ein Viertel seiner Belegschaft. Damit reagiert CEO Brain Armstrong auf den aktuell herrschenden Krypto-Crash. Wir erklären die Hintergründe. 

Das US-Amerikanische Unternehmen Coinbase entlässt rund ein Viertel seiner Angestellten. Die Entscheidung von CEO Brian Armstrong folgt auf den derzeitigen Krypto-Crash. In einem Blog-Beitrag wandte er sich an seine Mitarbeiter:innen und informierte sein Team über die anstehenden Entlassungen.

Coinbase bereitet sich auf Krypto-Winter vor

Armstrong seien mehrere laut eigenen Angaben wiederum Realitäten klar geworden. „Wir scheinen nach einem mehr als 10-jährigen Wirtschaftsboom in eine Rezession zu geraten“, schreibt er an seine Mitarbeiter:innen.


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Diese Rezession könnte seiner Einschätzung nach außerdem zu einem weiteren Krypto-Winter führen, auf den sich das Unternehmen vorbereiten müsse. „Obwohl es schwer ist, die Wirtschaft oder die Märkte vorherzusagen, planen wir immer für das Schlimmste, damit wir das Geschäft in jedem Umfeld betreiben können“, so Armstrong weiter.

Medienberichten zufolge brachen die Umsätze von Coinbase im ersten Quartal 2022 um 27 Prozent ein. Es sei nun von entscheidender Bedeutung, die Kosten des Unternehmens in schwierigen Zeiten zu beherrschen, so Brian Armstrong. Nur so würde Coinbase auch die nächste Krise überstehen.

Vor dem Krypto-Crash zu schnell gewachsen

Das Team sei zu schnell gewachsen, gibt der CEO im Blog-Beitrag an. Anfang 2021 waren 1.250 Mitarbeiter:innen bei Coinbase beschäftigt – mittlerweile sind es rund 4.000. Damit habe die Plattform auf den explodierenden Krypto-Markt reagiert. „Wir haben zwar unser Bestes gegeben, aber in diesem Fall ist mir jetzt klar, dass wir zu viele Mitarbeiter eingestellt haben“, so Armstrong.

Wen die Entlassung betrifft, sollen die Angestellten per E-Mail erfahren. Die Zugänge der betroffenen Mitarbeiter:innen zum Coinbase-System werden zudem gesperrt, kündigt Armstrong schriftlich an. Dennoch will das Unternehmen den betroffenen Angestellten dabei helfen, offene Stellen bei anderen Firmen zu finden. Coinbause wolle den Betroffenen zudem für vier weitere Monate eine Krankenversicherung zahlen.

Krypto-Crash betrifft Angestellte der gesamten Branche

Die Entlassungen bei Coinbase sind trotz allem kein Einzelfall. Auch Konkurrenz-Unternehmen Gemini sowie das Krypto-Start-up BlockFi hatten bereits mit Mitarbeiter-Kündigungen auf die aktuelle Situation in der Branche reagiert.

Laut Medienberichten sei der Grund für den Krypto-Crash die steigenden Zinsen in den USA. Zudem erreichte die weltweite Inflationsrate die acht-Prozent-Schwelle. Noch im November hatte der globale Krypto-Markt dabei ein Volumen von rund 3,2 Billionen US-Dollar.

Mittlerweile erreichen Krypto-Währungen einen bisher unbekannten Tiefstand. Seit Anfang der Woche ziehen sich Investoren massiv vom Handel mit Krypto-Währungen zurück. Vor allem der Bitcoin verlor mehr als 60 Prozent an Wert.

In seinem Schreiben übernimmt Coinbase CEO Brian Armstrong die volle Verantwortung für die kommenden Entlassungen. Kaufen können sich die künftig Arbeitslosen davon jedoch nichts.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

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