Google, Hacker, Überweisung

Google überweist Hacker versehentlich 250.000 US-Dollar

Fabian Peters
unsplash.com/ Rajeshwar Bachu

Der US-Amerikaner Sam Curry erhielt im August 2022 eine mysteriöse Zahlung von rund 250.000 US-Dollar von Google. Nach vergeblichen Kontaktversuchen, hat der selbsternannte Hacker nun via Twitter mit dem Fall für Aufmerksamkeit gesorgt. Laut Google handle es sich um ein Versehen. 

Sam Curry dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als er im August 2022 ein Zahlung von rund 250.000 US-Dollar von US-Konzern Google erhielt. Wie der Nachrichtensender NPR berichtet, habe der selbsternannte Hacker und Bug-County-Hunter keine Verbindung zu der Überweisung herstellen können.

Laut eigenen Angaben habe Curry einige Kontaktversuche unternommen, jedoch keine Antwort erhalten. Das Geld habe er wiederum aufgehoben – für den Fall, dass Google sich melden und es zurückhaben wolle.

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Hacker erhält versehentlich 250.000 US-Dollar

Da Curry sich offenbar nicht mehr anders zu helfen wusste, machte er den Fall anschließend bei Twitter öffentlich. In einem Tweet schilderte er den Fall erneut und schrieb, dass er drei Wochen nach der Zahlung immer noch keine Antwort erhalten habe. Dabei wies er auch auf ein Support-Ticket hin.

Außerdem verlinkte er den Twitter-Account des US-Konzerns und frug nach einer Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Gegenüber NPR äußerte der Hacker zwar, dass er gelegentlich für Unternehmen wie Google Sicherheitslücken aufspüre, es jedoch keine Verbindung zu der Zahlung gebe.

Google reagiert und bestätigt Versehen

Sam Curry wolle das Geld nun weiterhin aufbewahren. Für den Fall, dass Google zu lange brauche, um sich zu melden, müsse er es jedoch auf ein anderes Konto überweisen, um keine Steuern zu zahlen. Er vermutete derweil, dass es sich bei der Überweisung um ein Versehen handelt.

Und er sollte recht behalten, denn Google reagierte kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Tweets auf eine Anfrage von NPR. Ein Unternehmenssprecher äußerte diesbezüglich:

Unser Team hat vor kurzem aufgrund eines menschlichen Fehlers eine Zahlung an die falsche Partei geleistet. Wir wissen es zu schätzen, dass der betroffene Partner uns schnell darüber informiert hat, und wir arbeiten daran, dies zu korrigieren.

Der US-Konzern beabsichtige außerdem, das Geld zurückzubekommen. Sam Curry fragt sich wiederum, wie oft so etwas vorkomme und welche Systeme das Unternehmen nutze, um ähnliche Fehler zu erkennen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).