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YouTube will Shorts-Creator mit 45 Prozent der Werbeeinnahmen beteiligen

Fabian Peters
unsplash.com/ Christian Wiediger

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YouTube hat ein neues Modell zur Aufteilung von Werbeeinnahmen eingeführt. Die Videoplattform will künftig 45 Prozent seiner Einnahmen von YouTube Shorts an die Creator abführen. Die Ankündigung gilt als wegweisender Schritt in puncto Monetarisierung, um Konkurrenten TikTok auszustechen. 

Seitdem TikTok immer mehr Marktanteile gewinnt, sieht sich YouTube einem starken Gegenspieler ausgesetzt. Um im Konkurrenzkampf mithalten zu können, hat die Videoplattform deshalb ein neues Modell zur Aufteilung von Werbeeinnahmen eingeführt.

Das teilte das Unternehmen in einem offiziellen Blogbeitrag mit. Demnach erhalten die Urheber von Kurzvideos, den sogenannten YouTube Shorts, künftig bis zu 45 Prozent der entsprechenden Werbeeinnahmen. Das Unternehmen hofft, TikTok so den Rang auf dem Kurzvideo-Markt abzulaufen.

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YouTube Shorts: 45 Prozent der Werbeeinnahmen für Creator

Die Wachstumsrate von YouTube war im zweiten Quartal 2022 die langsamste, seitdem Mutterkonzern Alphabet im Jahr 2019 damit begann, die Einnahmen aufzuschlüsseln. Das dürfte vor allem an der zunehmenden Konkurrenz rund um TikTok liegen.

Um mithalten zu können und für Creator attraktiv zu sein, will das Unternehmen deshalb einen großen Teil seiner Werbeeinnahmen via YouTube Shorts an die Urheber von Kurzvideos weiterleiten. Das kündigte Neal Mohan, Chief Product Officer von YouTube, auf der jährlichen Veranstaltung „Made on YouTube“ an.

Ab dem kommenden Jahr wolle das Unternehmen Creator demnach mit bis zu 45 Prozent der Werbeeinnahmen beteiligen. Grundlage für die Auszahlungen sei unter anderem die Anzahl der Aufrufe der Kurzvideos. „Dies ist das erste Mal, dass eine echte Umsatzbeteiligung für Kurzvideos in großem Umfang angeboten wird“, so Mohan.

Genaue Einnahmen noch unklar

Es ist allerdings noch unklar, wie lukrativ das neue Modell zur Aufteilung von Einnahmen für YouTube Shorts tatsächlich sein wird. Denn YouTube gab bislang nur begrenzt Informationen preis.

Das Unternehmen wolle die Werbeeinnahmen der Kurzvideos zwar monatlich zusammenfassen, jedoch ist noch nicht klar, wie hoch der Betrag ist, von dem die Urheber 45 Prozent erhalten sollen. Das Unternehmen hat bereits im Jahr 2007 das YouTube-Partnerprogramm (YPP) ins Leben gerufen, über das Creator mit ihren Videos Geld verdienen können, wenn sie Werbung schalten.

YouTube Shorts: Urheber können sich für YPP bewerben

Bis dato gab es via YouTube Short allerdings nur die Möglichkeit, aus einem 100 Millionen US-Dollar schwere Shorts-Fund Einnahmen zu generieren. Das soll sich jedoch bald ändern. Die Videoplattform erklärte dazu:

Ab Anfang 2023 können sich Kurzfilmschaffende für das YPP bewerben, wenn sie einen Schwellenwert von 1.000 Abonnenten und 10 Millionen Kurzfilmaufrufen innerhalb von 90 Tagen erreichen.

Die Einnahmen sollen unabhängig davon, ob die Kurzvideos urheberrechtlich geschützte Musik enthalten, gleich hoch bleiben. Zum Vergleich: Mit „normalen“ YouTube-Videos verdienen User 55 Prozent durch Werbeanzeigen, die vor oder während der Videos laufen. Bei Shorts sollen die Anzeigen zwischen den Videos und im Feed erscheinen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).