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Mieten statt kaufen: E-Autobauer Nio startet mit Abomodell in Deutschland

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Nio
geschrieben von Fabian Peters

E-Autobauer Nio hat seinen Deutschlandstart gefeiert. In Berlin stellte das chinesische Start-up drei Elektroauto-Modelle für den deutschen Markt vor. Kaufen können Interessierte die Fahrzeuge jedoch nicht, denn: Das Unternehmen bietet ausschließlich ein Abomodell an.

Das chinesische Start-up Nio treibt seine Expansion nach Europa weiter voran. In Berlin hat das Unternehmen drei E-Auto-Modelle für Deutschland, Dänemark, Schweden und die Niederlande präsentiert. Kaufen können Interessierte die Fahrzeuge allerdings nicht, denn: Nio setzt ausschließlich auf ein Abomodell, mit dem Kunden die Fahrzeuge mieten können.

Nio startet E-Auto-Abo in Deutschland

Laut Nio beinhaltet das sogenannte Subscription-Modell für alle drei Fahrzeuge unter anderem Servicedienstleistungen, Zulassung und Versicherung. Außerdem bietet das Unternehmen sowohl eine flexible als auch feste Vertragslaufzeit an. Die Mietdauer liegt dabei zwischen einem und 60 Monaten.

Der Preis für den Nio ET7, dem Flaggschiff des Unternehmens, liegt bei einer Laufzeit von 36 Monaten beispielsweise bei rund 1.200 Euro. Die E-Limousine ist ab sofort vorbestellbar und soll ab Mitte Oktober ausgeliefert werden. Beim Nio ET5 und dem Nio EL7 soll die Auslieferung im Januar beziehungsweise März 2023 starten.

Im Abo für einen Monat kostet der ET7 derweil 1.500 Euro. Die flexiblen Verträge verlängern sich dabei automatisch um einen weiteren Monat, wenn sie nicht 14 Tage vor Vertragende gekündigt werden. Die festen Verträge haben wiederum eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten.

Wechselakkus als Alleinstellungsmerkmal

Je nach Kapazität – von allen drei Fahrzeugen gibt es eine 75 kWh- und eine 100 kWh-Variante – liegt die Reichweite zwischen 400 bis knapp 600 Kilometern. Laut Hersteller sei das Laden auf 80 Prozent an einer Schnellladesäule mit 130 kW in 40 Minuten möglich.

Das besondere an den E-Autos von Nio ist jedoch, dass das Unternehmen als derzeit einziger Hersteller einen Akkutausch anbietet. Das heißt, dass Kund:innen einen leeren Akku an den Stationen von Nio gegen einen vollen austauschen können. Das sei wiederum im rund fünf Minuten möglich.

Allerdings gibt es in Europa bisher lediglich drei Standorte, an denen das möglich ist. Einer davon wurde kürzlich in der Nähe von Augsburg eröffnet. Bis zum Jahresende will Nio wiederum 20 solcher Stationen in Europa beitreiben. In China sollen es derweil bereits um die 1.000 sein.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

2 Kommentare

  • Ich finde es klasse. In Frankfurt gibt es schon einige Vorläufer, die das eigene Auto abdingbar machen. Als Fotografin bin ich viel in der Stadt und Umgebung unterwegs und nicht jedes Stadtteil ist gut mit den Öffentlichen erreichbar. Ein Abo für 1500 Euro würde sich nicht rentieren, aber wenn in ein paar Jahren die Konkurrenz das Geschäft belebt, wäre es eine echte Alternative.

  • Eigentlich eine super Idee. Aber diese Preise! Mein Autohändler in Wil würde lachen und mir direkt davon abraten. Damit das massentauglich wird, muss da noch ordentlich was am Preis passieren.

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