Technologie Wirtschaft

Hyperloop: The Boring Company baut Test-Tunnel in Originalgröße

Hyperloop, The Boring Company, Elon Musk, Tunnel, Autobahn, Transport, Auto, Tesla
The Boring Company
geschrieben von Beatrice Bode

Elon Musks Tunnelbaufirma The Boring Company hat begonnen, das Hyperloop-System in vollem Umfang zu testen. Wie das neue Tunnelsystem allerdings genau funktioniert und wo sich die Teststrecke befindet, ist unbekannt. 

Mitten im Chaos der Twitter-Übernahme könnte man vergessen, dass sich Elon Musk noch mit ganz anderen Projekten beschäftigt. So zum Beispiel mit dem Bau von Tunnelsystemen.

Da gibt es allerdings seit Kurzem Neuigkeiten, denn The Boring Company kündigte per Tweet an, dass es mit vollständigen Tests des Hyperloop-Systems begonnen habe – knapp zehn Jahre, nachdem das erste Whitepaper dazu erschien.

Hyperloop-Ankündigung kommt unerwartet

Die Ankündigung, dass The Boring Company weiterhin am Hyperloop arbeitet, kommt überraschend. Erst kürzlich berichteten verschiedene Medien darüber, dass die Entwicklung des Transportsystems vorerst beendet werden sollte.

So baute das Unternehmen beispielsweise einen Prototyp in der Nähe des SpaceX-Headquarters in Hawthorne, Kalifornien ab. Stattdessen sollten die Angestellten das Testgelände als Parkplatz nutzen.

Der überraschende Tweet des Unternehmens zeigt nun, dass die Entwicklung des Hyperloops doch noch aktuell ist.

Neue Hyperloop-Teststrecke erscheint anders als erwartet

Auf der Website beschreibt das Unternehmen den Hyperloop als öffentliches Hochgeschwindigkeitssystem, in dem Passagiere in autonomen elektrischen Gondeln mit über 600 Meilen pro Stunde reisen. Der Tunnel der Boring Company unterstütze sowohl Loop- als auch Hyperloop-Systeme.

Darüber hinaus gibt es allerdings keine Details zu den aktuellen Tests. Bisher können auch US-amerikanische Medien nur vermuten.

Wie Electrek beispielsweise ausführt, könnte es einige Änderungen an den Spezifikationen gegeben haben. Vor allem weil die veröffentlichten Fotos einen Tunnel zeigen, der anders aussieht als der in Hawthorne abgebaute Prototyp.

In diesem Rendering ist definitiv ein Loop zu sehen, aber das Hyperstück könnte eher vom „Hype“ als von der Geschwindigkeit herrühren.

Ist der neue Hyperloop einfach nur eine unterirdische Autobahn?

Besonders interessant ist, dass in den neuen Hyperloop-Abschnitt ein Auto in voller Größe reinzupassen scheint. Das war bei der Hawthorne-Teststrecke nicht der Fall. Auch auf spezielle Gondeln, die Passagiere in einer vakuumähnlichen Umgebung transportieren, deutet erst einmal nichts hin.

Und sollte der neue Tunnel von normalen Teslas befahrbar sein, handelt es sich letztendlich eigentlich auch nur um eine unterirdische Autobahn.

The Boring Company hält Testort geheim

Auch wo sich die neue Teststrecke genau befindet, ist unbekannt. Electrek vermutet aufgrund der veröffentlichten Fotos, dass die abgebildete Hyperloop-Röhre in Texas stehen könnte.

The Boring Company besitze dort außerdem ein Grundstück in der Nähe von Austin, wo das Unternehmen bereits in der Vergangenheit einige Tests durchgeführt habe.

The Boring Company eigentlich nur als Gag gegründet

Ursprünglich hatte Elon Musk zwar die Idee zum Hyperloop, ermutigte allerdings andere Unternehmen, das Projekt umzusetzen. Daraufhin sind einige Prototypen entstanden. Kommerzielle Anwendungen für das System gab es jedoch bisher noch nicht.

Elon Musk gründete The Boring Company eigentlich auch nur, um Fanartikel wie Mützen und Flammenwerfer zu verkaufen. Mittlerweile hat sie sich aber tatsächlich zu einer ernst zu nehmenden Infrastrukturfirma entwickelt.

Auch interessant:

Werbung

Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

Kommentieren