Flugdrache, Windkraft, Energie, Nachhaltigkeit

Dieser Flugdrache soll doppelt so viel Energie wie Windräder erzeugen

Felix Baumann
Enerkite

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Ein Flugdrache könnte eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung der Zukunft spielen. Zumindest wenn es nach dem ostdeutschen Start-up Enerkite. Denn das System soll doppelt so viel Energie wie klassische Windräder erzeugen. 

Bei der Erzeugung nachhaltiger Energie scheinen Ingenieuren in Sachen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Inzwischen gibt es viele interessante Ansätze, um das Energieproblem der Zukunft zu lösen. Neben den Klassikern wie Wind-, Wasserkraft und Solaranlagen  kommen nun auch Flugdrachen ins Spiel. Zumindest, wenn es nach einem deutschen Unternehmen geht.

Konkret geht es um die Idee des ostdeutschen Start-ups Enerkite. Die kreativen Köpfe des Unternehmen haben nämlich einen Flugdrachen entwickelt, der Wind in höheren Lagen in Energie umwandeln soll. Von der generellen Funktionsweise fällt dabei kaum ein Unterschied zu klassischen Drachen auf, die wahrscheinlich fast jeder von uns einmal in die Lüfte steigen ließ.

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Flugdrache steigt auf 300 Meter Höhe auf und wandelt Windkraft um

Aber wie lässt sich ein Flugdrache als Kraftwerk verwenden? Das Prinzip funktioniert wie folgt: Der Drache steigt auf eine Flughöhe von etwa 200 bis 300 Metern. Dort wirken Windkräfte, die über einen Generator in Elektrizität übersetzt werden. Dieser befindet sich am Boden und dient gleichzeitig als Basis für den nachhaltigen Drachen.

Laut den Zahlen des Start-ups liefert die Technologie doppelt so viel Ertrag als herkömmliche Windräder. Im Vergleich zu Photovoltaikanlagen schneidet der Flugdrache sogar noch besser ab. Hier soll in etwa fünfmal so viel Energie herausspringen. Gleichzeitig sinkt der Rohstoffeinsatz.

Windenergie: Mehr Leistung bei geringem Rohstoffeinsatz

Nutzt man den Flugdrachen anstatt einer Windkraftanlage, so benötigt man in etwa 90 Prozent weniger Rohstoffe. Was zunächst nach einem interessanten Konzept klingt, muss dabei nicht mehr weit in der Zukunft liegen. Denn die erste Erprobungsphase ist nun abgeschlossen. Das System steht damit offenbar vor der Marktreife.

Zu Beginn soll es den Flugdrachen wiederum in drei Größen geben. Ein 100 Kilowatt-System für die Montage auf einem Lkw, eine fest verbaute 500 Kilowatt-Anlage und ein 2.000 Kilowatt-System. Der Preis pro Kilowattstunde liegt laut Hersteller zwischen vier und zwölf Cent und ist damit bereits konkurrenzfähig.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.