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Mercedes plant eine eigene Ladeinfrastruktur für Elektroautos

Beatrice Bode
Mercedes-Benz Group

Mercedes will seine eigene globale Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen. Insgesamt soll das Netz mehr als 10.000 Schnellladepunkte an 2.000 Standorten umfassen. In Nordamerika könnte die Umsetzung bereits in diesem Jahr beginnen. 

Die Elektronikmesse „CES 2023“ in Las Vegas ist in vollem Gange. Neben anderen Marken stellt auch Mercedes-Benz eine Reihe neuer Entwicklungen vor. Allen voran will der deutsche Autobauer ein eigenes globales Ladenetzwerk für Elektroautos aufbauen.

Mercedes plant Aufbau von Ladestationen bis 2030

Insgesamt soll das Netzwerk bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit mehr als 10.000 Ladestationen umfassen. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen mit dem Ausbau in Nordamerika starten.

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Bis 2027 sollen außerdem mehr als 400 Ladeparks und über 2.500 High-Power-Charger (HPC) auf dem Kontinent entstehen. Danach soll der Aufbau der Infrastruktur in Europa, China und anderen Kernmärkten erfolgen.

Mercedes-Benz nimmt Milliarden-Betrag in die Hand

Um das Projekt zu realisieren, nimmt Mercedes Kosten in Milliardenhöhe in Kauf. Man wolle nicht zusehen und abwarten, bis es gebaut ist, erklärte CEO Ola Källenius gegenüber dem Manager Magazin. Daher errichte der Konzern sein eigenes globales Schnellladenetzwerk.

Allein für Nordamerika seien Investitionen von über einer Milliarde Euro geplant. Die Umsetzung des Projekts soll außerdem in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Solarenergie- und Batterieunternehmen MN8 Energy geschehen. Darüber hinaus ist auch ChargePoint, ein Unternehmen für EV-Ladenetzwerktechnologie am Aufbau in Nordamerika beteiligt.

Ladenetzwerk nicht nur für Mercedes-Kunden

Je nach Region und Standort sollen die Ladestationen vier bis maximal 30 High-Power-Charger mit einer Ladeleistung von bis zu 350 Kilowatt bieten. Mithilfe eines intelligenten Lademanagements will das Unternehmen außerdem jedes Fahrzeug bis zu seiner maximalen Kapazität laden. Auf diese Weise will Mercedes die Wartezeiten an den Stationen minimieren.

Außerdem sollen die Stationen grünen Strom bereitstellen. Um das zu gewährleisten, setzt der Autobauer auf Ökostrom-Lieferverträge und die Zusammenarbeit mit zertifizierten Anbieter:innen erneuerbarer Energien.

Zudem sollen auch Besitzer:innen anderer Fahrzeugmarken die Ladestationen nutzen können. Mercedes-Fahrer:innen werden allerdings bevorzugt behandelt und können beispielsweise im Vorfeld reservieren.

Aufbau-Start für Europa steht noch nicht fest

Wann der Stuttgarter Autobauer auch in Deutschland mit dem Aufbau des Netzwerks starten wird, steht bisher noch nicht fest. Man befinde sich allerdings bereits in Gesprächen mit potenziellen Partner:innen für Europa und China, so das Unternehmen.

Mercedes-Benz ist nicht der erste Hersteller, der sich um den Aufbau eines Ladenetzwerkes für Elektroautos bemüht. Auch Volkswagen und Tesla arbeiten jeweils an einer Ladeinfrastruktur oder betreiben bereits eine solche.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.