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CO2-Speicher: Pumpen wir bald Treibhausgas in den Boden?

Felix Baumann
Adobe Stock/ Ruud Morijn

Die Bundesregierung prüft momentan, ob das Speichern von CO2 im Erdboden umsetzbar ist. Das Stichwort dabei lautet: Carbon Capture and Storage. Andere Länder könnten als Vorbild dienen.

Der Klimawandel schreitet in einem bedrohlichen Tempo voran. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens scheinen dabei schier unerreichbar, selbst in Anbetracht der Tatsachen, dass bereits viele Branchen auf nachhaltige Technologien umsteigen. Doch laut Experten reicht eine Reduzierung von Treibhausgasen allein nicht mehr. Stattdessen sollten wir diese aktiv der Umwelt entziehen.

Methoden dazu gibt es inzwischen schon einige. Das Bundeswirtschaftsministerium evaluiert nun, inwieweit sich „Carbon Capture and Storage“ (CCS) in Deutschland realisieren lässt. Die Technologie ist zwar nicht neu, sondern in Ländern wie Norwegen bereits etabliert. Trotzdem birgt der Ansatz nicht zu vernachlässigende Risiken.

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CO2-Speicher: Speicherung in tiefen Gesteinsschichten möglich

CCS entzieht der Umwelt CO2 und pumpt es in unterirdische Gesteinsschichten. Das Gestein speichert das Treibhausgas dort ab – und zwar meist über mehrere Jahrtausende. Ein ähnliches Projekt gibt es sogar bereits in Deutschland.

Denn in der Nähe von Berlin pumpten Forscher:innen 67 Tonnen CO2 innerhalb von fünf Jahren bis zu 650 Meter in den Boden. Die CO2-Speicherung funktioniert also offenbar. Damit wir unsere Klimaziele erreichen, reicht das aber bei Weitem nicht aus.

Experten rechnen damit, dass wir bis 2030 mehrere Megatonnen an Kohlenstoffdioxid in den Boden pumpen müssten. Beim Speichern des Treibhausgases in tiefen Gesteinsschichten besteht aber immer die Gefahr, dass das Gas austritt und unser Grundwasser nachhaltig verunreinigt. Das stellt ein nicht zu vernachlässigendes Risiko dar.

CCU: Alternativer Einsatz der anfallenden Emissionen

Eine alternative Möglichkeit könnte „Carbon Capture and Utilization“ (CCU) sein. CCU scheidet CO2 ab und transportiert und nutzen es wiederum an anderen Stellen. Ein Einsatz in Feuerlöschanlagen oder in der chemischen Industrie wäre möglich. Da das CO2 früher oder später wieder freigesetzt wird, reduziert CCU aber nicht die Menge an Kohlenstoffdioxid in der Umwelt.

Eine mögliche Lösung wären beide Ansätze aber nur, wenn CCS sicher ist. Das heißt, dass nur ein Prozent des gespeicherten Gases in 100 Jahren austreten dürfte, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Das ist aber keinesfalls klar. Andere Länder wie Norwegen demonstrieren aber bereits, was heutzutage mit CCU und CCS möglich ist.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.