Motion-Capture-Technologie, Motion, Capture, Technologie, Film

Motion Capture: Ärzte nutzen Technologie aus Avatar-Filmen für Therapie

Felix Baumann
Unsplash/Ryan Garry

Ärzte haben sich die Motion Capture-Technologie aus den Avatar-Filmen zunutze gemacht, um Menschen mit verschiedenen neurologischen Krankheiten zu diagnostizieren. Das System nutzt dabei eine Künstliche Intelligenz zur Analyse von Bewegungsdaten. 

Die Animationen in Serien und Filme entwickeln sich kontinuierlich weiter. Während man animierten und echten Szenen vor einigen Jahren noch deutlich unterscheiden konnte, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion heutzutage zunehmend.

Das bewies kürzlich auch der neuste Avatar-Film. Durch die sogenannte Motion-Capture-Technologie übertrugen Algorithmen dabei die Bewegungen der Schauspieler auf entsprechende Charaktermodelle.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

In Großbritannien ist es nun erstmals gelungen, sich diese Film-Technologie im medizinischen Bereich zunutze zu machen. Dazu maßen Forscher anhand von Kameras und des gleichen Algorithmus die Bewegungen von Patienten mit genetischen Krankheiten. Erste Ergebnisse erscheinen vielversprechend.

Diagnose dauert heute noch sehr lange

Konkret geht es in diesem Fall um Patient:innen mit Friedreich-Ataxie und Muskeldystrophie Duchenne, zwei Krankheiten, die stark die Bewegung von betroffenen Personen einschränken. Laut den Forscher:innen lässt sich das System aber auch auf jede andere Krankheit anwenden, die das Gehirn, Nervensystem, Herz, die Lungen, Muskeln oder Knochen betreffen.

Im klinischen Umfeld diagnostizieren die Ärzte die Krankheiten bislang durch verschiedene Messungen. Die Patient:innen müssen dazu zunächst bestimmte Bewegungsabläufe ausführen. Über einen gewissen Zeitraum erheben die Forscher:innen dann daraus ihre Daten.

Allerdings benötigt der Ansatz teilweise mehrere Jahre. Mit der Motion Capture-Technologie aus Avatar lässt sich die Diagnose beschleunigen und vereinfachen.

Motion Capture-Technologie als Diagnosemittel

Bei Friedreich-Ataxie stellte das System etwa bereits nach etwa zwölf Monaten eine Diagnose. Bei Muskeldystrophie Duchenne ließ sich ein Verlauf nach etwa sechs Monaten prognostizieren. Damit das funktioniert, nimmt der Algorithmus kontinuierlich Proben und dokumentiert diese anhand von extrem genauen Datenpunkten.

Zum Vergleich: Ein Arzt benötigt dafür etwa doppelt bis dreimal so lange. Dadurch können Patienten schneller diagnostiziert und behandelt werden. Denn je früher das Leiden klar ist, desto schneller lässt sich die Lebensqualität von Betroffenen wieder erhöhen. Ob das System Schule macht, ist indes noch nicht ganz klar. Das Potenzial hat es aber auf alle Fälle.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Paid Social Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Intern Employer Branding, Content & Socia...
Inverto, A BCG Company in Köln
Content Manager (m/w/d)
IZ Immobilien Zeitung Verlagsgesellscha... in Wiesbaden
Content Manager Agrar (m/w/d) befristet aufgr...
Josera Erbacher Service GmbH & Co... in Kleinheubach...
Social Media Manager (m/w/d)
AUGUST STORCK KG in Berlin
Marketing Manager/ Social Media Manager (m/w/...
a.b.s. Rechenzentrum GmbH in Traunstein, Remote teil...
Werkstudent Content Creator (m/w/d) – Social ...
Kuchem Konferenz Technik Gmbh & Co KG in Königswinter
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.