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TECH

Eine Künstliche Intelligenz soll Antibiotika in der Tierhaltung reduzieren

Felix Baumann
Aktualisiert: 17. Februar 2025
von Felix Baumann
unsplash.com /Suvrajit 💭 S
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Die Landwirtschaft gibt weltweit rund 5 Milliarden US-Dollar für Antibiotika in der Tierhaltung aus. Dabei verfolgt sie einen relativ pauschalen Ansatz. Denn Landwirte verabreichen den Tieren Medikamente bevor sie krank werden. Eine Künstliche Intelligenz soll nun Abhilfe schaffen, und den Einsatz von Antibiotika reduzieren. 

Die Landwirtschaft hat sich massiv verändert. Während viele Prozesse vor einigen Jahrzehnten noch manuell abliefen, so automatisieren immer mehr Landwirte ihre Abläufe und Arbeit. Das hat auch dramatische Auswirkungen auf die Tierhaltung. Denn viele Unternehmen pferchen auch weiterhin Dutzende Tiere auf engstem Raum zusammen, um profitabel zu sein.

Damit das funktioniert, benötigt es auch einen hohen Einsatz von Antibiotika. Denn je mehr Tiere auf einem Haufen sind, desto höher das Risiko, dass sich Krankheiten ausbreiten. Der Einsatz ist dabei eine relativ einfache Kosten-Nutzen-Rechnung.

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Gehen Landwirte das Risiko ein und geben nur ausgewählten Tieren Antibiotika, steigt die Chance eines unbemerkten Ausbruchs. In der Folge steigen die Kosten pro Tier auf etwa 61 US-Dollar.

Antibiotika in der Tierhaltung: KI soll Einsatz reduzieren

Daher gilt es als weit verbreitet, einfach allen Tieren die Medikamente zu verabreichen. Letztlich steigt aber so die Wahrscheinlichkeit, dass sich antibiotikaresistente Bakterien verbreiten – eines der größten Risiken für Tier und Mensch. Künstliche Intelligenz könnte jedoch eine mögliche Lösung darstellen.

Denn Computer können oftmals anhand einfacher Verhaltensänderungen herausfinden, ob ein Tier Krankheiten entwickelt. Dazu überwacht ein Algorithmus das Ess-, Trink, sowie allgemeine Verhalten – beispielsweise von Kühen. Treten Verhaltensveränderungen auf, schlägt die KI Alarm und empfiehlt den Einsatz von Antibiotika oder anderen Medikamenten.

KI bringt Vorteile für Landwirtschaft und Umwelt

Die Masse an antibiotikaresistenten Keimen könnte so um bis zu 39 Prozent sinken. Gleichzeitig profitieren auch die Landwirte, da weniger Antibiotika benötigt wird und auf diesem Weg die Kosten nachhaltig sinken. Und dann wäre da noch der Umweltaspekt. Denn weniger Medikamente bedeuten auch geringere Rückstände in Abwässern oder Nebenprodukten.

Die Entwicklung solcher KI-Modelle befindet sich zurzeit noch relativ am Anfang. Daher ist ein Einsatz in den nächsten Jahren wohl eher noch unwahrscheinlich. Trotzdem könnte ein solches System die Landwirtschaft nachhaltig transformieren und zum sparsameren Einsatz von Ressourcen beitragen.

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vonFelix Baumann
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.
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