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Klimatechnologie Ziegelstein: Beziehen wir bald Energie aus Stein-Batterien?

Felix Baumann
Unsplash.com/Michael Jin

Geht es nach einer Handvoll Start-ups, dann beziehen wir bald Energie aus sogenannten Ziegelstein-Batterien. Einige glauben sogar, dass die Steine als Wärmespeicher ein echter Gamechanger sein können. Das hat mehrere Gründe.

Der Weg zu einem nachhaltigen Stromnetz gestaltet sich teilweise schwierig. Denn Windräder und Solaranlagen haben die Eigenschaft, dass sie nur zu bestimmten Zeiten Energie generieren. Ist es einmal windstill oder bewölkt, so geht die generierte Leistung in den Keller. Und gerade solche Leistungsabfälle sind schnell eine Gefahr für unser Stromnetz.

Daher sind Batterien ein wichtiger Bestandteil des Stromnetzes der Zukunft. Die Frage, die sich viele Experten stellen ist aber, welche Art Batterie am effizientesten ist. Denn Lithium-Ionen-Akkus sind vergleichsweise teuer. Einige Start-ups haben nun aber den Ziegelstein als zukunftsträchtigen Energiespeicher ausgemacht.

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Ziegelstein-Batterien absorbieren Hitze der Schwerindustrie

Der Grund für diese Einstellung ist, dass in vielen Produktionsprozessen Hitze als Nebenprodukt anfällt. Gerade in der Schwerindustrie beheizen Unternehmen etwa Hochöfen. Der Großteil der generierten Hitze verpufft dabei aber einfach.

Start-ups, wie Rondo Energy, möchten daher überschüssige Wärmeenergie nutzen, um gigantische Batterien aus Ziegelsteinen zu erhitzen. Die Steine erreichen dabei eine Temperatur von über 1.500 Grad Celsius. Das riesige System speichert diese Wärme dann über Stunden oder gar Tage.

Benötigt man an einer anderen Stelle Wärmeenergie oder möchte diese in Elektrizität umwandeln, so bläst ein Ventilator Luft durch das System. Dieser erreicht eine Temperatur von etwa 1.000 Grad Celsius und steht für verschiedene Einsatzzwecke zur Verfügung.

Industrie benötigt große Menge an Wärmeenergie

Der Vorteil liegt auf der Hand: Da industrielle Fertigungsprozesse meist an 24 Stunden am Tag ablaufen, steht ein ununterbrochener Fluss an Wärmeenergie zur Verfügung. Das System benötigt etwa vier Stunden, bis es vollgeladen ist und kann dann Tag und Nacht Leistungseinbrüche in der Energieversorgung abfangen.

Nutzt man die Ziegelstein-Batterien, um industrielle Prozesse zu betreiben, so sind Dutzende Anlagen notwendig. Etwa 20 Prozent des globalen Energiebedarfs stammen aus der Industrie. Größtenteils werden hohe Temperaturen durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen erreicht. Die Hitzebatterien könnten also eines Tages für mehr Nachhaltigkeit sorgen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.