Wirtschaft

Reisen: So viel Geld lassen sich die Deutschen den Urlaub kosten

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geschrieben von Maria Gramsch

Die Einschränkungen während der Corona-Pandemie haben das Reisebedürfnis bei vielen verstärkt. Doch wie sieht die Urlaubsplanung in diesem Jahr aus und wie viel Geld geben die Deutschen im Schnitt für ihren Urlaub aus?

Die Corona-Pandemie hat nicht nur den Alltag vieler Menschen grundlegend verändert. Auch das Reiseverhalten hat sich in den Jahren der Pandemie angepasst.

Inzwischen hat sich beim Thema Reisen und Urlaub wieder vieles normalisiert. Doch das Reiseverhalten der Deutschen hat sich nachhaltig verändert, das hat die ADAC-Tourismusstudie 2023 ergeben.

Was hat sich durch die Corona-Pandemie verändert?

Im Jahr 2022 haben die Reiseaktivität der Deutschen nahezu das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Haben im Jahr 2019 noch 73 Prozent der Befragten mindestens eine Urlaubsreise unternommen, waren es im Jahr 2022 bereits wieder 68 Prozent. In den beiden Pandemiejahren 2020 und 2021 lagen die Zahlen hingegen bei 51 beziehungsweise 61 Prozent.

Auch die Zufriedenheit der Urlaubenden hat während der Corona-Phase gelitten. Denn der Anteil der Reisenden, der sehr zufrieden mit seinem Urlaub war, ist in den Pandemiejahren stark gesunken. 2022 lag die Zahl noch bei 61 Prozent, zwei Jahre später waren es nur noch 49 Prozent.

Wie planen die Deutschen 2023 ihren Urlaub?

Langfristige Planung in Sachen Reisen ist nach den Jahren der unsicheren Pandemielage nun wieder möglich. Und das nutzen die Deutschen laut der ADAC-Tourismusstudie auch aus. Denn für 63 Prozent der Deutschen war es 2022 sehr wahrscheinlich, dass sie 2023 eine Urlaubsreise antreten. Im Jahr 2020 lag diese Prognose der Reisewilligen nur bei 45 Prozent.

Aber auch die Reiseziele haben sich verändert. Denn Deutschland ist als Reiseziel weiterhin für viele interessanter. Während 2019 noch 35 Prozent der Befragten angaben, ihren Haupturlaub in Deutschland verbracht zu haben, waren es im Jahr 2020 ganze 56 Prozent. Und auch im Jahr 2022 hat sich die Zahl mit 45 Prozent auf höherem Niveau als vor der Pandemie eingependelt.

Reisen in das europäische Ausland oder auch außerhalb Europa liegen jedoch noch hinter dem Niveau vor der Pandemie zurück. Im Jahr 2019 verbrachten 51 Prozent der Befragten ihren Haupturlaub im europäischen Ausland. 2022 waren es 43 Prozent, nach 38 Prozent im Jahr 2020.

Außerhalb Europas waren im Jahr 2019 rund 14 Prozent der Reisenden in ihrem Haupturlaub unterwegs. Die Zahl sank während der Pandemie auf 5 Prozent, kletterte im Jahr 2022 aber wieder auf 12 Prozent.

Wie viel Geld geben die Deutschen für ihren Urlaub aus?

Doch welche Folgen haben Inflation und Energiekrise auf die Reiseplanung der Deutschen? Rechneten 2021 noch 14 Prozent der Deutschen damit, im Jahr 2022 voraussichtlich ein niedrigeres Urlaubsbudget zu haben, waren es im darauffolgenden Jahr ganze 24 Prozent.

Die finanziellen Einschränkungen haben vor allem Auswirkungen auf Qualität und Komfort. Aber auch die Reisedauer kann betroffen sein. Etwa ein Drittel der Betroffenen rechnet sogar damit, auf Reise verzichten zu müssen oder Urlaub Zuhause zu machen.


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Doch wie viel geben die Deutschen für ihre Reisen aus? Das hat die Bank Revolut in einer Umfrage für ihren Reisetrend-Report ermittelt. Demnach rechnen 28 Prozent der Reisenden mit 500 bis 1.000 Euro je Woche und Person. Bei 7,5 Prozent der Befragten liegt dieser Betrag bei mehr als 2.000 Euro pro Woche.

Doch dabei spielt auch eine Rolle, woher die Befragten stammen. Denn Menschen in Nordrhein-Westfalen beispielsweise geben zehn Prozent der Menschen weniger als 250 Euro pro Woche für Urlaub aus. In Berlin hingegen gaben 3,5 Prozent der Befragten an, dass sie bereit sind, mehr als 5.000 Euro pro Woche zu bezahlen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.