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Neues KI-Gesetz: Ist das das Aus für ChatGPT in Europa?

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Unsplash.com / Zac Wolff
geschrieben von Maria Gramsch

Könnte diese Gesetzesänderung das Aus für ChatGPT in Europa bedeuten? Die EU arbeitet aktuell an Regulierungen für Künstliche Intelligenz. ChatGPT-Mutter OpenAI erwägt derweil einen Rückzug.

Der Erfolg von ChatGPT ist einer der Hauptgründe für den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz. Und auch in der Gesetzgebung ist das Thema aktuell auf dem Tisch.

Derzeit arbeitet die EU an einem neuen Gesetz zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Der Artificial Intelligence Act soll den Umgang mit künstlicher Intelligenz regeln.

Doch die Macher von ChatGPT sehen die bisherigen Pläne kritisch. Sogar ein Rückzug von ChatGPT aus Europa wird hierbei in Erwägung gezogen.

Was plant die EU für den Artificial Intelligence Act?

Laut der bisherigen Pläne will die EU die verschiedenen KI-Systeme nach ihrem Risikoniveau einteilen. Je nach Einstufung des Risikos soll es dann Verpflichtungen für Anbieter und User geben.

So will die EU beispielsweise KI-Systeme mit inakzeptablem Risiko für die Sicherheit von Menschen strengstens verbieten.

Dazu gehören Systeme, die unterschwellige oder absichtlich manipulative Techniken einsetzen, die Schwachstellen von Menschen ausnutzen oder für Social Scoring verwendet werden.

In den beiden weiteren Stufen unterteilt die EU in hochriskante KI sowie KI für allgemeine Zwecke. Erste bezieht die Risikobereiche der Gefährdung von Gesundheit, Sicherheit, Grundrechten oder der Umwelt ein.

Europa: Anforderungen an ChatGPT und Co.

Für Basismodelle wie ChatGPT sieht der EU-Entwurf zusätzliche Transparenzanforderungen vor. So müssen die Macher von KI-Systemen offenlegen, dass die generierten Inhalte durch KI entstanden sind.

Außerdem müssen die Modelle so konzipiert werden, dass keine illegalen Inhalte erzeugt werden. Auch müssen Betreiber wie OpenAI eine Zusammenfassungen urheberrechtlich geschützter Daten offenlegen, mit der sie ihre KI trainiert haben.


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Zieht sich ChatGPT aus Europa zurück?

Für die ChatGPT-Macher von OpenAI gehen die Entwürfe für den Artificial Intelligence Act jedoch offenbar zu weit. Bei einer Veranstaltung in London erklärte OpenAI-Mitgründer Sam Altman, das Unternehmen werde sich aus Europa zurückziehen, falls die EU das Gesetz nicht entschärft.

„Der derzeitige Entwurf des EU-KI-Gesetzes wäre eine Überregulierung“, bemängelt Sam Altman. OpenAI werde sich zwar bemühen, die gesetzlichen Regulierungen einzuhalten. Jedoch sei ein Rückzug vom europäischen Markt im Zweifelsfall denkbar.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.

1 Kommentar

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein EU-Gesetz am Ende die Nutzung von ChatGPT in Europa stoppt. Das wäre so extrem gegen die Interessen der Wirtschaft und unzähliger Nutzer, dass die EU riskieren würde, am Akzeptanz zu verlieren.