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Elon Musk: X verklagt Organisation, die gegen Desinformation vorgeht

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X
geschrieben von Maria Gramsch

Seit der Übernahme durch Elon Musk schafft es Twitter immer wieder in die Schlagzeilen. Nun hat die Plattform, die inzwischen nur noch X heißt, eine gemeinnützige Organisation verklagt. Doch ausgerechnet die setzt sich gegen Desinformation im Netz ein.

Rund eine Woche ist es nun her, dass Elon Musk sein soziales Netzwerk von Twitter in X umbenannt hat. Ein Umstand, der für den Konzern noch unangenehme Folgen haben könnte, da die Markenrechte für den Buchstaben alles andere als geklärt sind.

Doch nicht nur an dieser Stelle droht dem sozialen Netzwerk eine gerichtliche Auseinandersetzung. Denn der Konzern von Elon Musk hat offenbar eigene Pläne, um vor Gericht zu ziehen.


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Denn die vormals als Twitter bekannte Plattform X hat nun Klage gegen eine gemeinnützige Organisation eingereicht. Die wiederum setzt sich ausgerechnet gegen Desinformation in sozialen Netzwerken ein.

Will Elon Musk den Kampf gegen Desinformation stoppen?

Laut den Anschuldigungen, die von der Plattform X hervorgebracht wurden, habe die NPO falsche Behauptungen aufgestellt. So sollen Werbekunden der Plattform ermutigt worden sein, ihre Investitionen zu stoppen.

Die Plattform von Elon Musk habe zuvor bereits eine Beschwerde an die britische NPO Center for Countering Digital Hate (CCDH) gesendet. Darin habe X angekündigt, die gemeinnützige Organisation auf Schadenersatz in nicht genannter Höhe zu verklagen.

Laut den Anwalt:innen von CCDH hätten die Anschuldigungen von X „keine faktische Grundlage“. Ziel sei es vielmehr „diejenigen einzuschüchtern, die den Mut haben, sich gegen Aufwiegelung, Hassreden und schädliche Inhalte im Internet einzusetzen“.

Das Vorgehen von Elon Musk stellt einen dreisten Versuch dar, ehrliche Kritik und unabhängige Recherchen zum Schweigen zu bringen.

Was ist Grundlage für die Klage?

Die Organisation CCDH untersucht seit Musks Übernahme von Twitter Ende 2022 die Entwicklung von Hate Speech auf der Plattform. Seither habe es einen „erschreckenden Anstieg von Hassreden und Desinformation“ gegeben.

Wie Reuters berichtet, geht die Klage auf einen Medienbericht aus dem Juli zurück. In diesem wurden die Ergebnisse der CCDH-Recherchen veröffentlicht.

Laut X-CEO Linda Yaccarino sei dieser Bericht falsch. Es handle sich um „eine Sammlung falscher, irreführender und veralteter Metriken, die größtenteils aus der Zeit kurz nach der Übernahme durch Twitter stammen“.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.