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Adobe: EU-Kommission stellt Übernahme von Figma auf den Prüfstand

Fabian Peters
Adobe

Die EU-Kommission stellt die geplante Übernahme der Design-Plattform Figma durch Softwareunternehmen Adobe auf den Prüfstand. Grundlage dafür ist die sogenannte Fusionskontrollverordnung. Die Kommission befürchtet, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb verzerren könnte. 

Im September 2022 kündigte Softwareunternehmen Adobe an, die Design-Plattform Figma für rund 20 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Doch nun ruft der Deal die EU-Kommission auf den Plan. Denn die europäischen Gesetzeshüter haben die Aufgabe, Unternehmensübernahmen ab einem gewissen Schwellenwert zu prüfen.

EU prüft Übernahme von Figma durch Adobe

Das geht aus der sogenannten Fusionskontrollverordnung hervor. Ziel dabei ist es, mögliche Wettbewerbsverzerrungen auszuschließen. Laut EU-Kommission ist der Großteil aller angemeldeten Zusammenschlüsse wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung benehmt.

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Für diese haben die Gesetzeshüter in der Regel maximal 25 Arbeitstage Zeit, um zu entscheiden, ob eine Übernahme genehmigt oder ein eingehenderes Prüfverfahren eingeleitet wird. Im Falle des geplanten Zusammenschlusses von Figma und Adobe, der am 30. Juni 2023 angemeldet wurde, wird die Untersuchung nun fortsetzt.

Verstößt die die Figma-Übernahme gegen das Wettbewerbsrecht?

Die Begründung: Laut EU-Kommission deutet die vorläufige Untersuchung darauf hin, dass der Zusammenschluss es Adobe ermöglichen könnte, den Wettbewerb zu beschränken. Durch die Übernahme von Figma würde demnach ein wichtiger Konkurrent vom Markt verschwinden. Das wiederum könnte den Wettbewerb verzerren.

Die Europäische Kommission will die Auswirkungen des Vorhabens nun eingehend prüfen, um festzustellen, ob sich ihre Wettbewerbsbedenken bestätigen. Dafür haben die Gesetzeshüter maximal 90 Arbeitstage lang Zeit. Spätestens am 14. Dezember 2023 müssen sie einen Beschluss erlassen.

Margrethe Vestager, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Komission teilte dazu mit:  „Adobe und Figma sind zwei führende Anbieter von Software für die kreative Gemeinschaft im digitalen Bereich“. Sie ergänzte:

Viele Nutzer und Unternehmen verlassen sich auf ihre digitalen Design-Tools, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Mit unserer eingehenden Untersuchung wollen wir sicherstellen, dass die Nutzer weiterhin Zugang zu einer breiten Palette von digitalen kreativen Tools und eine entsprechende Auswahl haben.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).