Quarzglas, Microsoft, Datenpeicherung, Speicher, Voxel, Glas

Quarzglas: Microsoft will Daten für 10.000 Jahre auf Glasscheiben speichern

Felix Baumann
Microsoft Research

Die Zukunft der Datenspeicherung liegt nicht in SSD- oder HDD-Festplatten, sondern in dreidimensionalen Quarzglasscheiben. Zumindest, wenn es nach Microsoft geht. Denn der Windows-Konzern will künftig mehrere Terabyte an Daten auf kleinen Glasscheiben speichern, die nichtmal Strom benötigen würden. 

Speichermedien haben sich in den vergangenen Jahren enorm verändert. Währen Informationen einst noch auf Magnetbändern landeten, so dürfte inzwischen jeder moderne Computer eine SSD-Festplatte besitzen. Für die Betreiber von Cloud-Infrastrukturen sieht das aber etwas anders aus.

Denn Google, Microsoft und Co. speichern Informationen weiterhin magnetisch auf HDD-Festplatten. Diese sind zwar langsamer, ermöglichen aber mehr Schreib- und Lesezugriffe als eine SSD-Festplatte. Trotzdem stehen wir langfristig vor einem Problem. Schließlich erzeugen wir jede Sekunde so viele Informationen, dass wir langfristig eine größere Anzahl an Datenzentren benötigen.

Jetzt sichern: 100+ KI-Codes

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

100+ virale KI-Codes PDF

Gratis zur Anmeldung:
PDF · 100+ virale KI-Codes

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Quarzglas: Datenspeicherung durch Voxel als platzsparende Alternative

Daher möchte Microsoft Research langfristig umdenken. Um nicht den ganzen Planeten mit Datenzentren vollzustopfend, soll die Speicherung in sogenannten Voxeln erfolgen. Ein Voxel ist ein dreidimensionaler Würfel innerhalb eines Materials. Im jüngsten Beispiel nutzten die Forscher von Microsoft Quarzglas und erzielten einen erstaunlichen Wert.

Denn in einer kleinen Glasscheibe speicherte das Team etwa 1,75 Millionen Song ab. Somit liegen 13 Jahre an Musikgeschichte auf einem kleinen Datenträger. Die Ergebnisse rund um das Projekt Silica sollen dazu dienen, um Informationen platzsparend über mehrere Jahrtausende abzuspeichern. HDDs würden dann der Geschichte angehören.

Informationen noch in 100.000 Jahren lesbar

Im Vergleich zu einer heute gängigen Festplatte können in Glas geschriebene Informationen nicht mehr verändert oder gelöscht werden. Unter Zuhilfenahme einer Künstlichen Intelligenz soll das Speichern und Lesen von Informationen deutlich schneller funktionieren, als bei den heute eingesetzten Festplatten. Die Quarzglas-Speicher an sich würden dafür nicht eimal Strom benötigen.

Langfristig scheint das genutzte Quarzglas Potenzial zu haben. Denn eine Platte ermöglicht die Speicherung von 3.500 Filmen. Die gespeicherten Informationen sollen außerdem noch in 10.000 Jahren lesbar sein. Zudem kann der Ansatz mehr Nachhaltigkeit ermöglichen. Denn benötigen Unternehmen weniger Rechenzentren, so sinkt auch der Stromverbrauch und ökologische Fußabdruck.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Paid Social Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Video Content Creator Social Ads
Instaffo GmbH in Dresden
Digital Marketing Manager (m/w/d) – Website, ...
Mpire GmbH in Backnang bei Stuttgart
(Senior) Social Media Manager:in (m/w/d)
Potluck GmbH in Hamburg
Performance Marketing & Social Media Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Senior CRM (HubSpot) & Marketing Automati...
Quantum-Systems GmbH in Gilching, Bayern, Germany
Senior Berater Datenschutz / Jurist (m/w/d)
DSN GROUP in Stuttgart, Würzburg
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.