Künstliche Intelligenz Energieverbrauch, Künstliche Intelligenz, Jobs Künstliche Intelligenz, KI, Arbeitsmarkt

Stromfresser: Lässt Künstliche Intelligenz den Energieverbrauch explodieren?

Felix Baumann
Adobe Stock / Shuo

Künstliche Intelligenz hat einen relativ hohen Energieverbrauch. Denn die zunehmende Nutzung und Datenverarbeitung benötigen immer mehr Strom. Dadurch könnten ChatGPT und Co. langfristig unsere Klimaziele torpedieren.

Der Begriff Künstliche Intelligenz wird für immer mehr Menschen greifbar. Denn während KI-Tools einst meist nur Unternehmen zur Verfügung standen, kann sich mittlerweile jeder für Systeme wie ChatGPT registrieren. Doch die KI-Revolution könnte uns langfristig vor neue Herausforderung stellen. Denn die Algorithmen benötigen eine nicht zu vernachlässigende Menge an Energie.

Das US-amerikanische Unternehmen Hugging Face spricht beispielsweise davon, dass sein mehrsprachiges textbasiertes KI-Modell etwa 433 Megawattstunden an Energie während des Trainings verbraucht. Zum Vergleich: Ein Deutscher benötigt jedes Jahr etwa 6,5 Megawattstunden. Ein intelligenter Algorithmus entspricht also umgerechnet etwa dem Verbrauch von 67 Menschen in der Bundesrepublik.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Künstliche Intelligenz: Energieverbrauch wie eine komplette Stadt

Doch damit nicht genug. Denn nach dem Training verbraucht jede gestellte Anfrage an die KI zusätzlich Energie. Allein ChatGPT war im Februar 2023 mit etwa einer Milliarde Chatanfragen konfrontiert. Dabei verbrauchte das Tool etwa 581 Gigawattstunden. Das entspricht dem Jahresverbrauch von Oldenburg (etwa 170.000 Einwohner).

Zwar ließe sich der Energieverbrauch mit effizienteren Prozessoren und Grafikchips senken. Trotzdem hat eine Steigerung der Effizienz auch meist einen Anstieg der Nachfrage zur Folge. Denn ein geringerer Verbrauch senkt die Preise und macht solche Tools somit attraktiver für eine größere Zielgruppe.

Seltenere Nutzung von KI-Systemen als Lösung?

Alex de Vries von der Vrije Universität in Amsterdam untersuchte den Energiebedarf von Künstlicher Intelligenz und stellte eine Prognose auf. Demnach könnte der Bedarf an Energie bis 2027 auf 134 Terawattstunden pro Jahr ansteigen. Dann ist die Nutzung nachhaltiger Energiequellen ein Muss, damit wir unsere Klimaziele langfristig erreichen können.

Eine Lösung könnte die seltenere Nutzung von KI-Systemen darstellen. Selbst, wenn die Technologie einen hohen Komfort bietet, gibt es mehrheitlich auch Alternativen zur Befragung einer KI. Denn schaffen wir ein Bewusstsein über den Ressourcenverbrauch, so könnten sich die Anfragen an ChatGPT und Co. langfristig reduzieren. Und das schützt langfristig auch unser Klima.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Assistant im Center Management (m/w/d) in Wat...
ECE in Bremen
Praktikant:in (m/w/d) Marketing / Social Medi...
ifp consulting GmbH & Co.KG in Garching bei München,...
Digital & Growth Marketing Manager (m/w/d...
Patronus Group in Berlin
Online Marketing Manager (m/w/d)
ZENNER International GmbH & Co. KG in Saarbrücken
Marketing Manger (m/w/d) – Social Media &...
Acura Zahnärzte GmbH in Frankfurt am Main
Online Marketing Manager (m/w/d) für niederlä...
PLATINUM GmbH & Co. KG in Bingen am Rhein
Expertin / Experte Social Media und Online-Ma...
Universitätsklinikum Tübingen in Tübingen
IT Administrator (w/m/d)
PSP Peters, Schönberger & Partner mbB in München
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.