Technologie

Evolution in dreißig Sekunden: KI erschafft Ding, das laufen kann

KI, Evolution, Roboter, Künstliche Intelligenz
Northwestern University
geschrieben von Felix Baumann

Auf Basis einer Aufgabe durchlief eine KI die Evolution in unter 30 Sekunden. Herausgekommen ist ein lila Klumpen, der sich selbstständig fortbewegen kann.

Wie in jedem Jahrhundert zuvor steht die Menschheit auch aktuell vor Herausforderungen. Im Vergleich zu vorherigen Generationen steht uns aber eine gigantische Rechenpower zur Verfügung, um die Probleme zu lösen. Vor allem Technologien aus Basis Künstlicher Intelligenz versprechen Lösungen.

Das haben auch Forscher von der Northwestern Universität erkannt. Sie gaben einem Algorithmus eine einfache Aufgabe. Die KI sollte einen Roboter designen, der laufen kann. Bereits nach nur wenigen Sekunden spuckte das System eine Lösung aus, die keinerlei Ähnlichkeit zu jemals erforschten Strukturen hat. Denn es handelt sich um einen lilafarbenen Klumpen.

Künstliche Intelligenz vollzieht Evolution in 26 Sekunden

Anhand von merkwürdig geformten Beinen und Luft bewegt sich die Struktur selbstständig vorwärts. Die Forscher bezeichnen die Entwicklung des Klumpens als Evolution, die in nur wenigen Sekunden erfolgte. Denn die erste Version sah wie ein Seifenstück aus und konnte folglich auch keine Strecke zurücklegen.

Doch mit dem schier unendlichen Wissen einer Künstlichen Intelligenz entwickelte das System die erste Version weiter und durchlief verschiedene theoretische Formen. Am Ende entstand der Klumpen, den die Forscher auf einer Silikonbasis im 3D-Drucker ausdruckten. Insgesamt dauerte die Evolution im Algorithmus circa 26 Sekunden.


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Designentscheidungen der KI eröffnen neue Möglichkeiten

Doch im Endresultat zeigten sich auch erstaunliche Designentscheidungen. Der Klumpen hat nicht nur unförmige Beine, sondern auch unregelmäßig verteilte Löcher auf der Rückseite. Die Forscher wissen nicht wieso, doch das Entfernen dieser Löcher führte dazu, dass keine Bewegung mehr möglich war.

Das Team unterstreicht, dass KI-Systeme bereits heute Input liefern können, als dass sie neuartige Strukturen vorschlagen. In der Folge könnten fortschrittliche Roboter und Bauten entstehen, die sich von heutigen Designs unterscheiden. Die nächste Stufe der Evolution könnte also im Computer stattfinden.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

5 Kommentare

  • „Die Forscher wissen nicht wieso, doch das Entfernen dieser Löcher führte dazu, dass keine Bewegung mehr möglich war.“

    So etwas soll immer das Gefühl von Magie geben. Aber seinen wir ehrlich, die Wissenschaftler haben starke Vermutungen, nur noch keine Beweise.
    Es wäre schön, wenn man das sprachlich auch so abbilden würde.

  • Immer schlecht wenn man Halbwahrheiten verbreitet
    1. Der Klumpen läuft NICHT selbstständig. Auch er benötigt einen Antrieb. Dieser Antrieb ist Luft, die durch eine Pumpe hineingepresst wird. Durch die damit verbundene Ausdehnung und das folgende Zusammenziehen entsteht eine eigene Fortbewegung.
    2. Der vordere Teil dehnt sich im Verhältnis zum hinteren stärker aus. Während der hintere sich aufgrund der Form eher gegen den Boden drückt. Dadurch entsteht eine Ausdehnung nach vorne. D.h Verlängerung der Distanz. Beim Zusammenziehen entsteht ein Zugeffekt nach vorne. Und somit „robbt“ der Klumpen nach vorne. Auf Basis von Ausdehen und Zusamemenziehen des Raums durch Luft.
    3. Die Löcher sind nötig für diesen Effekt und um eine korrekte Verteilung der Kräft für die einzelnen Phasen zu schaffen. Sie geben den „Gelenken“ entsprechenden Raum um angemessen zu expandieren

    • Danke für die Erklärung. Ich hasse Sensationalismus und dieser Bericht strotzt nur so davon. Die Medien und das Thema KI erzeugt Würgereize bei mir.