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Meta will Amazon-Produkte direkt über Instagram und Facebook verkaufen

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unsplash.com/ Brett Jordan
geschrieben von Fabian Peters

Instagram- und Facebook-Nutzer sollen künftig Amazon-Produkte auf den beiden Plattformen kaufen können, ohne die Apps verlassen zu müssen. Das könnte eine Art Durchbruch in Sachen Social Commerce darstellen. Die Hintergründe. 

Meta hat seine Live Shopping-Pläne für Instagram und Facebook an den Nagel gehangen. Dennoch hat der US-Konzern seinen Traum von seinen Apps als Shopping-Plattformen nicht aufgegeben. Denn aktuelle Berichten zufolge will Meta seinen Nutzern die Möglichkeit geben, ihre Instagram- und Facebook-Accounts mit einem Amazon-Konto zu verknüpfen.

Das geht unter anderem aus einem LinkedIn-Post von Maurice Rahmeny, Co-CEO vom Meta- und Google Ads-Partner Disruptive Digital, hervor. Demnach verfolgen die beiden Unternehmen das Ziel, dass User direkt innerhalb der beiden Meta-Apps Amazon-Produkte kaufen können sollen.


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Amazon Produkte über Instagram und Facebook kaufen

Instagram- und Facebook-Nutzer sollen etwa innerhalb der beiden Apps mit ihren gespeicherten Amazon- Zahlungsinformationen einkaufen und Produkte an ihre hinterlegt Versandadresse liefern lassen können. Amazon-Sprecherin Callie Jernigan bestätigte die Pläne mittlerweile gegenüber dem Magazin TechCrunch:

Zum ersten Mal werden Kunden in der Lage sein, über Facebook- und Instagram-Anzeigen von Amazon einzukaufen und mit Amazon zu bezahlen, ohne die Social-Media-Apps zu verlassen.

In den USA sollen Kunden außerdem „Echtzeit-Preise, Prime-Berechtigungen, Lieferkostenvoranschläge und Produktdetails auf ausgewählten Amazon-Produktanzeigen in Facebook und Instagram“ sehen. Laut Amazon soll das In-App-Shopping zunächst nur für bestimmte Produkte verfügbar sein.

Um die Funktion zu nutzen, müssten Kunden ihr Instagram- oder Facebook-Konto einmalig mit ihrem Amazon-Account verbinden. Anschließend sollen sie über Anzeigen direkt Produkte innerhalb der beiden Apps bestellen können, ohne diese zu verlassen.

Social Commerce: In-App-Shopping auch in Deutschland?

Bislang gibt es zwar noch wenig Details zur Kooperation zwischen Amazon und Meta. Doch der Deal dürfte eine massive Einnahmequelle für beide Unternehmen darstellen. Meta könnte dadurch mehr Anzeigenklicks und Konversionen erzielen, während Amazon mehr Produkte verkaufen könnte.

Laut Maurice Rahmeny würden „aufgrund der gemeinsam genutzten Daten in dieser Partnerschaft auch alle Probleme mit Apples App-Tracking-Transparenz-Richtlinie umgangen, was einen echten geschlossenen Leistungskreislauf bedeutet“. Zum Hintergrund:  Meta hat bereits im Jahr 2021 gegen Apples App Tracking Transparency (ATT) ausgesprochen, da es kleinen Unternehmen, die sich auf personalisierte Werbung verlassen, schaden würde.

Die neue In-App-Shoppingfunktion soll derweil zunächst in den USA erprobt werden. Eine zeitnahe Ausweitung auf Deutschland und die EU dürfte eher unwahrscheinlich sein. Denn die neuen Regel des Digital Markets Acts (DMA) der EU sind (für ausländische Unternehmen) äußerst komplex.

Außerdem gelten Amazon und Meta in der EU als sogenannte Gatekeeper, was die Unternehmen dazu zwingt zusätzliche Regeln einzuhalten. Dabei geht es vor allem um das Kombinieren von persönlichen Daten über verschiedene Dienste.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).